SOS-Kinderdorf Sylhet

SOS-Kinderdorf ist seit 1973 in Bangladesch tätig. Sylhet wurde im Jahr 2011 als sechstes Kinderdorf des Landes für die Unterstützung gefährdeter Familien und Kinder eröffnet. In dieser dichtbesiedelten Region im Süden Asiens herrscht große Armut. Politische Instabilität und Umweltbelastungen erschweren zusätzlich das Leben der Menschen.

Zuwanderer landen meist in den Elendsvierteln der Stadt


Spielende Kinder vor ihren familienhäusern (Photo: SOS archives)

Das SOS-Kinderdorf Sylhet liegt in der Ortschaft Dayamir etwa 23 km vom Zentrum der Stadt Sylhet entfernt im Nordosten von Bangladesch und ist für seine malerische Umgebung, seine terrassierten Teegärten und seine Tropenwälder bekannt. Die Geldsendungen von Bangladeschern, die im Ausland - überwiegend in Großbritannien - leben, leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft der Region.

Die meisten Menschen in der Nachbarschaft des SOS-Kinderdorfs arbeiten als Tagelöhner oder Hausangestellte. Viele leben in Elendsvierteln ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen oder Strom. Zahlreiche Haushalte leiden unter großen sozialen und wirtschaftlichen Entbehrungen: sie können ihre Kinder nicht ausreichen ernähren, schützen, kleiden oder zur Schule schicken. Viele Kinder müssen Geld verdienen und zum Familieneinkommen beitragen. Manche arbeiten unter gefährlichen und gesundheitsschädlichen Bedingungen und leiden häufig ein Leben lang unter den körperlichen und seelischen Schäden, die sie dabei erleiden.

Ein liebevolles Zuhause für Kinder und Unterstützung für Familien

Nach dem Ende des Befreiungskrieges im Jahr 1971 waren zahlreiche Kinder ohne elterliche Fürsorge zurückgeblieben. SOS-Kinderdorf wandte sich mit einem Hilfsangebot an das zuständige Ministerium. Unser Vorschlag zur Unterstützung notleidender Familien und der familiennahen Betreuung für Kinder ohne elterliche Fürsorge wurde von den Behörden sehr positiv aufgenommen. Eine kürzlich von SOS-Kinderdorf durchgeführte Studie über die Lage der Kinder in der Region hat gezeigt, dass in Sylhet und Umgebung immer mehr Kinder die elterliche Fürsorge verlieren oder vom Verlust ihrer Familien bedroht sind. In einer Stadt, in der etwa 43 Prozent der Bewohner weder lesen noch schreiben können, gehört es zu unseren wichtigsten Aufgaben, Kindern den sicheren Zugang zu Bildung und den regelmäßigen Schulbesuch zu ermöglichen.

Unsere Arbeit in Sylhet


Das Herumtollen im Freien ist für die gesunde Entwicklung der Kinder dehr wichtig (Photo: SOS Archives)


SOS-Kinderdorf arbeitet eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen. Zur Unterstützung notleidender Familien aus der Gemeinde leiten wir ein Familienstärkungsprogramm und sichern damit gefährdeten Kindern und ihren Familien den Zugang zu Bildung, ausreichend Nahrung und medizinischer Versorgung. Eltern erhalten Unterstützung bei der Einkommensförderung und können an Bildungsangeboten teilnehmen, damit sie sich selbst versorgen und ihren Kindern ein sicheres Zuhause bieten können. Die meisten Familien, die von unseren Programmen begünstigt werden, leben in extremer Armut oder waren Opfer von Naturkatastrophen. Unsere besondere Unterstützung gilt Witwen, alleinerziehenden und geschiedenen Müttern.

Kinder aus der Region, die nicht länger bei ihren Eltern leben können, finden in 14 SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Müttern fürsorglich betreut. Sie besuchen die örtlichen Schulen und schließen Freundschaften mit den Kindern aus der Nachbarschaft. Angesichts der hohen Analphabetenrate in der Region bieten wir auch Alphabetisierungsprogramme für die Bewohner der umliegenden Gemeinden.
 


 

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