SOS-Kinderdorf Temirtau

SOS-Kinderdorf begann seine Tätigkeit in Temirtau im Jahr 2004 mit der Unterstützung von Familien und Kindern in Not. Es war der dritte Standort in Kasachstan, an dem wir unsere Aktivitäten aufgenommen haben. Wir geben Kindern ohne elterliche Fürsorge ein liebevolles Zuhause und unterstützen junge Menschen.

Steigende HIV/AIDS-Infektionsrate in der Region


SOS-Mütter bieten Kindern die Pflege und Unterstützung, die sie brauchen (Foto: M. Mägi).
Die Stadt Temirtau liegt etwa 180 km südöstlich der Landeshauptstadt Astana. Die nächstgelegene größere Stadt ist Karaganda, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Temirtau ist eine Industriestadt mit knapp 180 000 Einwohnern. Die Region hat in den vergangenen Jahren zahlreiche wirtschaftliche und soziale Veränderungen durchlaufen; dazu zählt auch die Modernisierung der alten Industriestandorte.

Trotz der jüngsten Verbesserungen ist die soziale und wirtschaftliche Situation in der Region nach wie vor sehr bedenklich. Die Arbeitslosenquote ist sehr hoch, viele Familien leben in Armut. Aufgrund der veränderten Lebensumstände verlieren viele Kinder die elterliche Fürsorge und werden in staatlich geführten Heimen untergebracht.

Daneben gibt es eine wachsende Zahl von Aids- und Drogentoten. Viele der Drogenabhängigen waren im Gefängnis oder leben in unzureichenden Wohnverhältnissen. Sie haben ein hohes Risiko, an Tuberkulose zu erkranken. Die Kinder dieser Familien sind besonders gefährdet; in den meisten Fällen gehen sie weder in den Kindergarten noch zur Schule und sind gesellschaftlich ausgegrenzt.

Unterstützung für Familien in Not, Hoffnung für die Zukunft der Kinder

Angesichts der Lebensbedingungen in Temirtau ist die Arbeit von SOS-Kinderdorf von ganz besonderer Bedeutung. Die Gemeindeverwaltung bietet unserer Organisation Unterstützung auf breiter Basis und hat ein Grundstück zur Verfügung gestellt, auf dem die SOS-Familienhäuser gebaut werden konnten.

SOS-Kinderdorf arbeitet eng mit der lokalen Gemeinde zusammen. Die Kinder der SOS-Familien sind gut in ihre Umgebung integriert: sie besuchen die städtische Schule und nehmen an Aktivitäten wie regionalen Konzerten und sportlichen Wettbewerben teil.

Unsere Arbeit in Temirtau


Kinder in unserer Obhut wachsen gemeinsam mit ihren Brüdern und Schwestern in einer liebevollen SOS-Familie auf (Foto: M. Mägi).
Kinder ohne elterliche Fürsorge können in einer der zwölf SOS-Familien, in denen bis zu 108 Kinder betreut werden, ein liebevolles Zuhause finden. Im Rahmen unserer Programme nehmen sie an vielen gemeinsamen Aktivitäten mit den Kindern aus der umliegenden Gemeinde teil.

Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen, können in das SOS-Jugendprogramm umsiedeln. Die Heranwachsenden leben in betreuten Wohngemeinschaften, während sie eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren und sich unter der Aufsicht ausgebildeter Fachkräfte auf ein Leben in Unabhängigkeit vorbereiten.



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