SOS-Kinderdorf Pakse

SOS-Kinderdorf ist seit 1993 in Laos tätig. Jahrzehntelange Kämpfe und Zerstörungen haben die Wirtschaft des Landes lahmgelegt. Immer mehr Kinder und Familien sind auf Unterstützung angewiesen. Pakse liegt im Süden des Landes und wurde 1997 als zweites SOS-Kinderdorf in Laos eröffnet.

Eine Stadt kämpft mit wachsenden Bevölkerungszahlen

SOS-Mütter bieten liebevolle Unterstützung für Kinder, die die elterliche Fürsorge verloren haben  (Foto: SOS-Archiv).
SOS-Mütter bieten liebevolle Unterstützung für Kinder, die die elterliche Fürsorge verloren haben (Foto: SOS-Archiv).

Pakse ist die Hauptstadt der Provinz Champasak und liegt im Südwesten des Landes etwa 700 km von der Landeshauptstadt Vientiane entfernt nur ca. 30 km östlich der laotisch-thailändischen Grenzstadt Chong Mek.

In der Vergangenheit lebten die meisten Menschen von der Landwirtschaft. Im Jahr 2001 wurde eine Brücke über den nahegelegenen Mekong-Fluss errichtet. Dadurch hat der Handel in der Region einen deutlichen Aufschwung erlebt. Aufgrund der nahegelegenen Naturschönheiten ist Pakse auch zu einem beliebten Ziel für Touristen geworden.

Aufgrund der jüngsten kommerziellen Aktivitäten ist die Stadt in jüngster Zeit stark gewachsen. Zudem ziehen viele Menschen aufgrund der Not und Abgeschiedenheit der ländlichen Gebiete auf der Suche nach einem besseren Leben nach Pakse. Die lokale Infrastruktur konnte mit dem Bevölkerungswachstum nicht mithalten. Schätzungen zufolge leben etwa ein Drittel aller Haushalte in Armut. Vor allem in den niedrig gelegenen Gebieten ist die Armut weit verbreitet. Hier gibt es kaum Abwassersysteme, keine funktionierende Müllabfuhr, ganz zu schweigen von Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Stadt aufgrund ihrer Lage am Zusammenfluss des Mekong und des Se Don stark überflutungsgefährdet ist.

Kinder, die in solch einem Umfeld aufwachsen, sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Häufig leiden sie aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen an armutsbedingten Krankheiten. Manche Eltern können ihre Kinder nicht mit ausreichend Nahrung versorgen, viele Kinder sind unterernährt. Andere Familien haben vielleicht genug zu essen, können aber nur davon träumen, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Bedarfsgerechte Unterstützung für die lokale Bevölkerung

SOS-Kinderdorf begann seine Tätigkeit in Pakse angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Notlage zahlreicher Menschen in der Region. Unsere Arbeit wurde im Laufe der Zeit an die veränderten Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung angepasst und umfasst mittlerweile Kindertagesstätten für Kinder aus gefährdeten Familien, ein liebevolles Zuhause für Kinder ohne elterliche Fürsorge und Bildung für viele Kinder, die ohne unsere Hilfe keine Schule besuchen könnten.

Unsere Arbeit in Pakse

Kinder in unserer Obhut auf dem Weg zur Schule (Foto: SOS-Archiv).
Kinder in unserer Obhut auf dem Weg zur Schule (Foto: SOS-Archiv).

Das SOS-Kinderdorf Pakse leistet der notleidenden Bevölkerung auf verschiedenen Ebenen Unterstützung. Kinder, die nicht länger bei ihren Familien bleiben können und eine langfristige fürsorgliche Betreuung benötigen, können in 14 SOS-Familien gemeinsam mit ihren Geschwistern in der Obhut von SOS-Müttern aufwachsen.

Bis zu 100 Kinder aus den SOS-Familien und der Gemeinde werden im SOS-Kindergarten betreut. Sie verbringen Zeit miteinander und schließen Freundschaften. Das Angebot der Tagesbetreuung wird besonders von Eltern geschätzt, die arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren - sie wissen ihre Kinder in der Obhut ausgebildeter Fachkräfte. Ältere Kinder können die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule besuchen, in der SchülerInnen in der Grund- und Sekundarstufe unterrichtet werden. In der Schulkantine erhalten sie jeden Tag eine ausgewogene Mahlzeit.

Wenn junge Menschen ihren SOS-Familien entwachsen, können sie für die Zeit ihrer Ausbildung, ihres Studiums oder zu Beginn ihres Arbeitslebens in das SOS-Jugendprogramm wechseln. Mit der Unterstützung ausgebildeter Fachkräfte entwickeln sie Perspektiven für ihre Zukunft, lernen Verantwortung zu tragen und zunehmend eigene Entscheidungen zu treffen. 

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