SOS-Kinderdorf Ksarnaba

Familiennahe Betreuung: Kinder, die nicht länger bei ihren Eltern leben können, finden in einer der 11 SOS-Kinderdorf-Familien, die bis zu 99 Kinder betreuen können, ein liebevolles Zuhause. In allen Familien wachsen Geschwister gemeinsam auf und werden von ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter fürsorglich betreut. Viele Kinder in unserer Obhut sind zutiefst traumatisiert. Wir sorgen dafür, dass sie psychologische Betreuung und andere Therapien, sowie Nachhilfeunterricht erhalten, wenn sie Schwierigkeiten in der Schule haben. Bildung: Die Kinder besuchen den Kindergarten und die Schulen zusammen mit den Kindern aus der Nachbarschaft, sie finden Freunde und sind dadurch bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. Unterstützung für junge Erwachsene: Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen, können in spezielle Unterkünfte wechseln. Mädchen und Jungen leben in verschiedenen Häusern und setzen ihre Schul- bzw. Berufsausbildung fort. SOS-Kinderdorf unterstützt sie auf psychologischer und pädagogischer Ebene und hilft ihnen bei der Arbeitssuche, damit sie ein selbständiges Leben führen können.

Eine isolierte Region, die von Landwirtschaft lebt


Draußen gibt es so viel zu sehen! (Foto: SOS-Archiv) 

Die Kleinstadt Ksarnaba liegt im zentralen Osten Libanons im Gouvernement Bekaa, das zwar über 40 Prozent der Fläche des Landes umfasst, aber mit knapp 12,5 Prozent der Gesamtbevölkerung nur sehr dünn besiedelt ist. Ksarnaba hat weniger als 3.000 Einwohner und ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Ksarnaba ist eine der isoliertesten und am meisten vernachlässigten Regionen des Landes. Aufgrund der Gebirgslandschaft und der schlechten Verkehrsanbindungen sind viele Städte in der Region geographisch und politisch weitgehend isoliert und die Präsenz der Regierung ist dort traditionell gering.
ewiss bleiben.

Familien leben unter schwierigen Bedingungen

Das Gouvernement Bekaa ist eines der ärmsten Gebiete des Landes. Die Auswirkungen des Bürgerkrieges (zwischen 1985 und 1990) haben die Region so schwer getroffen, dass sie von den Vereinten Nationen als Katastrophenregion eingestuft wurde und Wiederaufbau und Entwicklung hatten höchste Priorität. Trotzdem sind die Lebensbedingungen bis zum heutigen Tag sehr schwierig.

Zahlreiche Haushalte in der Region leben in beengten Verhältnissen ohne sanitäre Einrichtungen oder frischem Trinkwasser. Die durchschnittliche Geburtenrate liegt bei 5,4 Kindern pro Frau, aber die meisten Familien haben nur zwei Zimmer an Wohnraum zur Verfügung.

Einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation aus dem Jahre 2012 zufolge können rund 36 Prozent der Kinder in Bekaa weder lesen noch schreiben, und knapp 70 % gehen nicht zur Schule. Zahlreiche Kinder müssen die Schule abbrechen und auf den Feldern arbeiten.

Das Gouvernement Bekaa liegt an der Grenze zu Syrien und mehr als 373.000 Flüchtlinge wurden von den Vereinten Nationen offiziell registriert. Ihre Ankunft war eine große Belastung für das gesamte Dienstleistungssystem, das bereits Mühe hatte, lokalen Bedürfnissen gerecht zu werden. Internationale Hilfe lindert die Situation sowohl für die Flüchtlinge als auch für viele hilfsbedürftige libanesische Familien in der Region.

Unsere Arbeit in Ksarnaba


SOS-Geschwister im Garten (Foto: SOS-Archiv)

Familienstärkung: Wir setzten alles daran, damit Familien zusammenbleiben können. Wir bieten Zugang zu medizinischer Versorgung sowie Unterstützung im Bildungs- und psychologischen Bereich. 2014 haben wir 737 Kinder aus 207 Familien der Nachbarschaft unterstützt. 16 Familien haben den Schritt in die Unabhängigkeit geschafft: sie bieten Dienstleistungen im Verpflegungsbereich, verkaufen Waren und Kleidung und bieten Reinigungsdienstleistungen an.  

Familiennahe Betreuung: Kinder aus der Region, die die elterliche Fürsorge verloren haben, finden in einer der SOS-Kinderdorf-Familien ein liebevolles Zuhause. In jeder Familie wachsen Geschwister gemeinsam auf und  werden von ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter fürsorglich betreut.
Viele Kinder, die zu uns kommen, haben traumatische Erfahrungen gemacht. Wir bieten psychologische Betreuung und andere Therapien, sowie Nachhilfeunterricht für jene Kinder, die sich in der Schule schwer tun.

Bildung: Kinder zwischen 18 Monaten und 6 Jahren besuchen zusammen mit Kindern aus der Nachbarschaft den SOS-Kindergarten. So finden sie Freunde und sind bereits in jungen Jahren gut in die lokale Gemeinschaft integriert. Im Kindergarten wird Arabisch, Französisch und Englisch gesprochen.

Unterstützung für junge Erwachsene: Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen, können in spezielle Unterkünfte wechseln. Mädchen und Jungen leben in verschiedenen Häusern und setzen ihre Schul- bzw. Berufsausbildung fort. SOS-Kinderdorf unterstützt sie auf psychologischer und pädagogischer Ebene und hilft ihnen bei der Arbeitssuche, damit sie ein selbständiges Leben führen können.   

Hilfe für Flüchtlinge: Aufgrund der großen Anzahl syrischer Flüchtlinge, die in diesem Gebiet ankommen, bietet SOS-Kinderdorf Unterstützung in Form von medizinischer Versorgung, sowie Essen, Kleidung und Spielzeug für Kinder.

 

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