Nepal

Wie die SOS-Kinderdörfer in Nepal helfen

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der jahrelange Bürgerkrieg, der bis 2006 tobte, hat tiefe Wunden im in dem Himalaya-Staat hinterlassen. Das verheerende Erbeben vom 25. April 2015 hat die Not der Menschen dramatisch verschärft. Die Leidtragenden sind vor allem die Kinder.
  • Die Erdbebenkatastrophe hat über 8000 Todesopfer gefordert. 2,8 Millionen Menschen, so schätzt die Uno, sind obdachlos. Unter den Erdbebenopfern sind 1,7 Millionen Kinder, die nach wie vor dringend Hilfe brauchen. Lesen Sie mehr zum Erdbeben in Nepal.
  • 45 Prozent aller Kinder in Nepal leiden aufgrund von Mangelernährung an Untergewicht. Jedes Jahr sterben 48 von 1.000 Kindern unter 5 Jahren.
  • Jedes dritte Kind muss Kinderarbeit leisten.
  • Das Grundrecht auf Bildung wird vielen Kindern vorenthalten: Die Einschulungsquote schwankt zwischen 30 und 80 Prozent - benachteiligt sind insbesondere Mädchen sowie Kinder aus armen Familien und niedrigen Kasten sowie Kindern in ländlichen Regionen.
  • Kinderheirat ist vor allem im ländlichen Südwesten Nepals weit verbreitet.
  • Jährliche werden mehrere tausend nepalesische Mädchen Opfer von Kinderhandel und sexueller Ausbeutung.

Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Nepal!

Das erste nepalesische SOS-Kinderdorf entstand nahe der Hauptstadt Katmandu in Sanothimi und nahm 1973 die ersten SOS-Kinder auf. Heute gibt es in Nepal zehn SOS-Kinderdörfer, acht SOS-Jugendeinrichtungen, sieben SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, drei SOS-Berufsbildungszentren, acht SOS-Sozialzentren mit Familienhilfe-Projekten und ein medizinisches SOS-Zentrum.

  • SOS-Familie in Nepal
    Jedem Kind ein liebevolles Zuhause: eine SOS-Familie in Nepal - Foto: Thomas Ernsting
    SOS-Nothilfe für Erdbebenopfer: Die SOS-Einrichtungen vor Ort wurden umgehend Basis der SOS-Nothilfe, mit der unsere einheimischen Helfer unmittelbar nach der Katastrophe Kindern und Familien versorgt und betreut haben. Hier erfahren Sie mehr: SOS-Nothilfe nach dem Erdbeben in Nepal
  • In den zehn SOS-Kinderdörfern des Landes wachsen über 1200 elternlose und verlassene Kinder auf: in einer SOS-Familie, umsorgt von ihrer Kinderdorf-Mutter, zusammen mit Geschwistern. Im SOS-Kinderdorf Pokhara-Chhorepatan finden tibetische Flüchtlingskinder ein liebevolles Zuhause.
  • Zu den Kinderdörfern gehören insgesamt acht Jugendeinrichtungen. Dort wohnen derzeit mehr als 600 SOS-Jugendliche, während sie eine Berufsausbildung machen oder eine weiterführende Schule besuchen.
  • An den sieben SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen in Nepal besuchen rund 4.500 Schüler den Unterricht.
  • In den beiden SOS-Berufsbildungszentren in Katmandu und Pokhara erlernen 260 Jugendliche und junge Erwachsene einen Beruf. In Kavre existiert zudem ein Schulungszentrum für SOS-Mütter und -Mitarbeiter.
  • Das medizinische SOS-Zentrum in Nepalgunj-Bardia behandelt Kinder und deren Familienangehörigen. Insgesamt führen Ärzte und Pfleger bis zu 10.000 Untersuchungen pro Jahr durch.
  • Die acht SOS-Sozialzentren sind Ausgangspunkt der SOS-Familienhilfe. Ziel ist es, Familien in Not vor dem Zerbrechen zu bewahren und schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen. Durch Unterstützung beim Schulgeld, Gesundheitsberatung und Ausbildungskurse erhalten rund 2.500 Familien eine Perspektive.