SOS-Kinderdorf Bangpoo

Unsere Organisation wurde von Königin Sirikit selbst um die Aufnahme der Aktivitäten in Thailand gebeten. Bangpoo war das landesweit erste SOS-Kinderdorf und bietet der lokalen Bevölkerung ein umfassendes Unterstützungsangebot von Familienstärkung bis hin zu familiennaher Betreuung. Das Dorf umfasst zwölf SOS-Familien, einen Kindergarten mit 45 Plätzen und ein Jugendhaus mit vier Gemeinschaftswohnungen.

In dieser Großstadt leben und arbeiten zahlreiche Kinder auf der Straße


SOS-Familie beim Abendessen (Foto: N. Somchat).
Bangkok ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Thailands und verfügt über den wichtigsten Hafen des Landes. Die Bewohner von Bangkok leiden an den gleichen Problemen wie in anderen Großstädten: Umweltverschmutzung, Wohnungsmangel und verstopfte Straßen. Zahlreiche Kinder armer Familien, die häufig einen Migrationshintergrund aufweisen, leben und arbeiten auf den Straßen der Stadt. Sie kommen aus den ländlichen Gebieten Thailands oder Nachbarländern wie Kambodscha auf der Suche nach einem besseren Leben nach Bangkok und sind häufig ohne den Schutz der Familie ganz auf sich alleine gestellt.

Kinder, die ihr Dasein auf der Straße oder in den etwa 1000 Elendsvierteln von Bangkok fristen, sind zum Arbeiten gezwungen, um etwas Geld zum Überleben aufzutreiben oder zum Einkommen ihrer Familien beizutragen. Sie betteln oder gehen mit Kleinwaren hausieren. Häufig arbeiten sie bis spät in die Nacht und versäumen daher am nächsten Tag den Unterricht. Viele sind behördlich nicht gemeldet und haben dadurch keinen Anspruch auf medizinische Versorgung oder den Schulbesuch. Durch das prekäre Umfeld werden sie häufig Opfer von kommerzieller sexueller Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch.

Das erste SOS-Kinderdorf des Landes

Nach einem Besuch in Österreich, bei dem sie die Arbeit der Organisation kennengelernt hatte, bat Königin Sirikit SOS-Kinderdorf offiziell um Unterstützung für Waisen und vernachlässigte Kinder in Thailand. Da Bangkok die landesweit höchste Rate an notleidenden Kindern und Familien aufweist, lag es auf der Hand, hier das erste SOS-Kinderdorf Thailands zu errichten. Die Regierung stellte für den Bau des Kinderdorfs in Bangpoo, einem der Vororte von Bangkok, ein kostenloses Grundstück zur Verfügung.

Unsere Arbeit in Bangpoo


Gemeinsam Hausaufgaben machen (Foto: N. Somchat).
Unsere Organisation unterstützt die Familien der Gemeinde unter anderem durch die Tagesbetreuung im SOS-Kindergarten. Viele Familien leiden darunter, dass Kinder unbehütet zuhause bleiben, während die Eltern arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen. Für die Betroffenen, besonders für alleinerziehende Eltern, ist das Angebot einer sicheren und zuverlässigen Tagesbetreuung für ihre Kinder von großer Bedeutung.

Kinder, die nicht länger von ihren Familien versorgt werden können, finden in zwölf SOS-Familien ein liebevolles Zuhause, in dem sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Müttern fürsorglich betreut werden. Die Kinder aus den SOS-Familien besuchen den SOS-Kindergarten und später die nahegelegenen Schulen gemeinsam mit Kindern aus der lokalen Gemeinde und sind daher gut in ihre Umgebung integriert. Das ist für ihre spätere Eingliederung in die Gesellschaft als Erwachsene wichtig.

SOS-Kinderdorf bietet darüber hinaus eigene Jugendprogramme. Die Heranwachsenden können im Jugendhaus in Samutprakarn leben, während sie eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren. Mit der Unterstützung ausgebildeter Fachkräfte entwickeln sie Perspektiven für ihre Zukunft, lernen Verantwortung zu tragen und zunehmend eigene Entscheidungen zu treffen. Sie werden ermutigt, Teamgeist zu entwickeln, Kontakte zu Freunden und Verwandten aufzubauen und mit den zuständigen Behörden und potenziellen Arbeitgebern umzugehen.

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