Weißrussland

Wie die SOS-Kinderdörfer in Weißrussland helfen

Die Kinder in Weißrussland brauchen unsere Hilfe!

Armut und Perspektivlosigkeit lassen in Weißrussland unzählige Familien zerbrechen. Zwar ist die Armutsrate in den vergangenen Jahren gesunken. Doch seit Beginn der Finanzkrise befindet sich die weißrussische Wirtschaft in einer dramatischen Abwärtsspirale. Die ehemalige Sowjetrepublik ist zudem das Land, das durch die Reaktor-Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl am stärksten verseucht wurde. Unter den Spätfolgen leiden vor allem die Kinder.

  • 4 Prozent der Säuglinge leiden unter Mangelernährung.
  • Rund 150.000 Waisenkinder und Sozialwaisen müssen in Weißrussland ohne Eltern aufwachsen.
  • Alkoholsucht ist weit verbreitet und zerstört unzählige Familien.
  • Häusliche Gewalt hat zuletzt zugenommen.
  • Die Scheidungsrate ist äußerst hoch: Etwa die Hälfte der neu geschlossenen Ehen werden geschieden.
  • Die Jugendkriminalität wächst. Ursachen sind u.a. zunehmender Alkohol- und Drogenmissbrauch.
  • HIV/Aids breitet sich weiter aus und trifft vor allem junge Menschen: Vier von fünf Infizierten gehören der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen an.
  • Etwa 270.000 Kinder leben in Gebieten, die durch den Reaktor-Unfall von Tschernobyl radioaktiv verseucht wurden. Bei Kindern wird seither bis zu 100 mal häufiger Schilddrüsenkrebs diagnostiziert, als in unbelasteten Gebieten.

Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Weißrussland!

Das Engagement der SOS-Kinderdörfer in Weißrussland begann 1986, unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Nach langwierigen Verhandlungen mit den Behörden konnte Anfang der 1990er-Jahre der Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in Borowljany (nahe Minsk) gelegt werden. Heute gibt es in Weißrussland drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen und sechs SOS-Sozialzentren bzw. Programme der SOS-Familienhilfe.

  • SOS-Kinder in Weißrussland - Foto: Robert Fleischanderl
    Zuhause im SOS-Kinderdorf: Weißrussische SOS-Kinder
    SOS-Kinderdörfer: In den drei SOS-Kinderdörfern in Borowljany, Marina Gorka und Mogilev finden derzeit 240 elternlose und verlassene Kinder ein neues und dauerhaftes Zuhause.
  • SOS-Jugendreinrichtung: Für die Jugendlichen aus den SOS-Kinderdörfern gibt es in Minsk und Marina Gorka SOS-Jugendeinrichtungen, in der sie während ihrer Ausbildung leben und auf ihre Selbständigkeit vorbereitet werden.
  • Gesundheitszentrum: Im SOS-Sozialzentrum in Borowljany ist ein Gesundheitszentrum integriert. Dort können strahlengeschädigte Kinder aus ganz Weißrussland mit ihren Müttern und Geschwistern wohnen, während sie im nahe gelegenen Krebshämatologischen Zentrum behandelt werden. Das Gesundheitszentrum beherbergt und betreut jährlich rund 400 Kinder.
  • SOS-Sozialzentren & SOS-Familienhilfe: Außer in Borowljany bestehen in Marina Gorka und Mogilev SOS-Sozialzentren. Sie sind Ausgangspunkt der SOS-Familienhilfe, die derzeit insgesamt rund 1.200 Kinder und ihre Eltern betreut. Ziel ist es bedürftige Familien vor dem Zerbrechen zu bewahren. Zu den vielfältigen Hilfen zählen etwa Berufs- und Erziehungsberatung sowie Beistand für Frauen mit Kindern, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind.
    Hinzukommen der Spielebus in Borowljany sowie Förder- und Fortbildungsangebote für Kinder und Lehrer an öffentlichen Schulen und Kindergärten. Insgesamt erreicht die Arbeit der weißrussischen SOS-Sozialzentren mehr als 9.500 Menschen.

  • Hilfe für Kinder in Not

    Die SOS-Kinderdörfer engagieren sich in 36 europäischen Ländern für verlassene und sozial benachteiligte Kinder. Helfen Sie mit Ihrer Spende oder Patenschaft!

     Jetzt helfen!