Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Weltweit aktiv in 133 Ländern: SOS ist vor Ort!
Entdecken Sie, wie Sie Kindern in Not helfen können!
Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen: Unsere Freunde & Partner.
Die SOS-Kinderdörfer in dem westafrikanischen Wüstenstaat bauen ihr Hilfsprogramm weiter aus.
Hier finden Sie Informationen zur SOS-Kinderdorf-Arbeit in dem westafrikanischen Land.
Im Niger bahnt sich eine neue Hungerkatastrophe an, die mehr als die Hälfte der Bevölkerung bedroht. Die SOS-Kinderdörfer haben ein Hilfsprogramm gestartet, um 10.000 Kindern und deren Familien beizustehen: durch Soforthilfe und nachhaltige Entwicklungsprojekte. Bitte helfen Sie mit einer Spende!
Mit den Menschen für die Kinder: In Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden versorgen SOS-Mitarbeiter Kinder und ihre Familien mit Lebensmitteln und Saatgut.Der Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt und wurde zuletzt 2005 von einer schweren Hungersnot heimgesucht. Im vergangenen Jahr fiel die Regenzeit in dem Wüstenstaat besonders kurz und unregelmäßig aus, was zu drastischen Ernteausfällen führte. Die Vorräte reichen daher nicht bis zur nächsten Ernte im Herbst, und immer mehr Menschen, darunter unzählige Kinder, hungern. Der Niger steht somit erneut vor einer Hungerkatastrophe, die nach UN-Schätzungen über 7,8 Millionen Menschen bedroht. Während die internationale Hilfe nur schleppend anläuft, spitzt sich die Lage immer weiter zu.Hier finden Sie Fakten und Zahlen zur Hungerkrise im Niger.
"2005, als die letzte Hungerkatastrophe im Niger unzählige Kinderleben forderte, hat die Welt frühzeitige Warnungen viel zu lange ignoriert", sagte Dr. Wilfried Vyslozil, Geschäftsführer der SOS-Kinderdörfer weltweit, im März, als das SOS-Hilfsprogramm anlief. "Damit sich eine derartige Katastrophe nicht wiederholt, gilt es jetzt zu handeln - und genau das tun die SOS-Kinderdörfer im Niger, um Kindern und Familien rechtzeitig und nachhaltig zu helfen."
Die SOS-Kinderdörfer im Niger haben im März 2010 ein Hilfsprogramm in der Region um Tahoua gestartet, wo die Menschen von der Hungersnot besonders bedroht sind. Ausgangspunkt der Hilfsaktion, die bis Herbst 2010 dauern wird, ist das SOS-Kinderdorf in Tahoua, zu dem ein SOS-Sozialzentrum mit einer Krankenstation gehört.
Das SOS-Hilfsprogramm steht 10.000 Kindern und Familien in der Region von Tahoua bei und wird vom dortigen SOS-Kinderdorf ausgehen. Kinder zählen zu den ersten Opfern von Hungersnöten. Das SOS-Hilfsprogramm im Niger unterstützt daher 10.000 Kinder und deren Familien, die besonders bedürftig und von der Hungerkrise akut gefährdet sind:
• Familien, in denen Elternteile gestorben sind (z.B. aufgrund von HIV/Aids)• Alleinerziehende Frauen und ihre Kinder• Familien mit behinderten Kindern
Die SOS-Soforthilfe bietet Kindern und Familien eine lebenswichtige Basisversorgung:
• SOS-Mitarbeiter versorgen Kinder und Familien mit Lebensmitteln.• Unterernährte Kinder erhalten medizinische Versorgung, die oftmals über Leben und Tod entscheidet.
Um Gemeinden gegen künftige Dürren und Hungerkrisen zu wappnen, helfen die SOS-Kinderdörfer zudem durch nachhaltige Projekte:
• Getreide-Banken: Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Gemeinden bei der Vorratshaltung, indem sie Speicher errichten und Getreide (v.a. Hirse) ankaufen. Selbsthilfe-Komitees, die von SOS-Mitarbeitern geschult werden, verwalten die Getreide-Banken. Die angelegten Vorräte sollen helfen, Notzeiten zu überbrücken.• Kampf gegen Bodenerosion: SOS steht Dorfgemeinschaften außerdem im Kampf gegen die Bodenerosion und bei der Wiederinstandsetzung von Feldern zur Seite, z.B. durch den Bau von Terrassenfeldern, Pflanzlöcher in vegetationslosen und verhärteten Böden oder den Ankauf von schnell wachsendem Saatgut. Die Arbeiten werden mit Lebensmitteln entlohnt (food-for-work).
Das Hilfsprogramm im Niger ist ein Pilotprojekt, das die SOS-Kinderdörfer auch in anderen Ländern der Sahelzone verwirklichen wollen.
Im Niger gibt es zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung sowie jeweils zwei SOS-Kindergärten, SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und SOS-Sozialzentren (davon eines mit integriertem medizinischem Zentrum). Ein drittes SOS-Kinderdorf ist im Bau. Während der Hungersnot im Niger 2005 leisteten die SOS-Kinderdörfer Nothilfe.
Unterstützen Sie die SOS-Nothilfe!Jede Spende hilft: Unterstützen Sie die weltweiten Nothilfe-Aktionen der SOS-Kinderdörfer.Bitte helfen Sie mit einer Spende!