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Schulgeld, medizinische Versorgung, ein neues Zuhause: Wie die SOS-Kinderdörfer Aids-Waisen und von HIV/Aids betroffenen Familien eine Perspektive geben.
Waisenkinder bedürfen eines besonderen Schutzes und einer besonderen Fürsorge. Trotzdem werden ihre Rechte häufig verletzt. Lesen Sie mehr zur Situation von Waisenkindern weltweit.
Ein trauriger Weltrekord: In Simbabwe leben 1,3 Millionen Waisenkinder - die Aids-Epidemie hat dort nahezu jedem vierten Kind die Eltern genommen! Viele Waisenkinder kommen zwar bei Verwandten unter. Doch oft fehlt diesen das Geld, um den Kindern eine Perspektive zu bieten. Unzählige Waisenkinder müssen daher die Schule abbrechen und arbeiten. Die SOS-Kinderdörfer helfen mit dem Programm "Zurück zur Schule". Drei Lehrer der SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule in Bindura berichten aus dem Schulalltag.
"Waisenkinder müssen viel zu früh erwachsen werden": Eine Klasse in der SOS-Schule BinduraDamit Waisenkinder zur Schule gehen können, vergeben die SOS-Kinderdörfer in Simbabwe Stipendien. Diese decken die Kosten für Schulgeld, Bücher und Schuluniform. Außerdem erhalten die Kinder z.B. Lebensmittel.
"Fast drei Viertel der Schüler in meiner Klasse sind Waisenkinder", sagt Förderlehrer Mashanga. An der SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule hilft er Kindern, die besondere Unterstützung brauchen. "Die Eltern zu verlieren ist das Schlimmste für ein Kind", erklärt der Lehrer. "Oft ist dieses Leiden, das Fehlen einer Bezugsperson, der Grund, warum ein Kind in eine Förderklasse muss."
Schulleiterin Gombakomba meint: "Die Situation ist schrecklich. Die vielen Waisenkinder müssen viel zu früh erwachsen werden. Wenn Sie mit den Kindern reden, werden sie Geschichten hören, die Ihnen das Herz zerreißen."
Lehrerin Muripira unterrichtet 7-Jährige in der zweiten Grundschulklasse. "Waisenkinder erhalten keine elterliche Liebe, und sie müssen diesen Mangel irgendwie ausgleichen. Die meisten Waisenkinder in meiner Klasse brauchen zur Stärkung ihres Vertrauens eine Extraportion moralischer Unterstützung."