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Glückliches Wiedersehen - eine Familie trifft sich im Nothilfecamp 

11.01.05 - Die SOS-Kinderdörfer helfen nach der Flutkatastrophe, verlorene Angehörige wieder zu finden. Welches Glück Gumunu Ranasinghe aus Sri Lanka hatte, erzählt folgende Geschichte:


Ein zerstörtes Haus auf der Insel Sri Lanka
Ein zerstörtes Haus auf der Insel Sri Lanka
Gumunu Ranasinghe ist ein ehemaliges SOS-Kind aus dem SOS-Kinderdorf Nuware Elliya in Galle, Sri Lanka. Mit seiner Frau Shyama, deren Mutter und Großvater lebte er in Mahamodara in der Nähe der Küstenstadt Galle. Sein Haus stand vor der Flutkatastrophe etwa 35 Meter vom Wasser.

Am Tag der Katastrophe waren Gumunu, seine Frau und seine Schwiegermutter am Meer, als ihnen eine Ansammlungen von Menschen auffiel. Neugierig stellten sie sich zu den anderen. Die Menge hatte sich um einen Toten versammelt, der von den Wellen gegen die Steine geschlagen worden war. Man wunderte sich über den Tod des Mannes und das unruhige Meer. Die Polizei wurde gerufen und als diese kam, ging alles sehr schnell: Von der Polizei erfuhren die Nachbarn, dass in Habaraduwa - ein Ort in der Nähe - das Wasser bereits ins Land gekommen war. Die Leute sollten so schnell wie möglich ins Landesinnere fliehen, es sei schon fast zu spät, sagte der Polizist.

Gumunu und seine Familie rannten nach Hause, um den Großvater aus dem Haus zu retten. Gumunus Frau half gerade dem Großvater auf, als eine große Welle auf das Haus einstürzte. Die Kraft der Wassermassen riss Gumunu aus dem Haus. Er verlor seine Familie aus den Augen. Er schrie nach seiner Frau und seinen Angehörigen, doch bekam keine Antwort. "Nun ist es vorbei", dachte er. Doch Gumunu konnte sein Leben retten: Er erwischte den Ast eine Baumes und konnte sich festhalten, so dass er nicht von der großen Welle verschluckt wurde. Doch er wusste, dass seine Familie von der Welle überrollt sein musste. Gumunu konnte nur noch für das Leben seiner Angehörigen beten.

SOS-Helfer suchen mit dem Bus nach vermissten Angehörigen
SOS-Helfer suchen mit dem Bus nach vermissten Angehörigen
Als sich die Flut zurückgezogen hatte, sah er seine Frau in weiter Entfernung. Ein Möbel, das auf dem Wasser schwamm und an dem sie sich hatte festhalten können, hatte ihr das Leben gerettet. Nun rannten alle, die die Katastrophe überlebt hatten, zum Tempel. Auch Gumunu rannte in dem Glauben, dass seine Frau ihm folgen würde. Doch als er am Tempel ankam, konnte er sie nicht wieder finden. Zumindest traf er die Schwiegermutter wieder. Aber Shyama und ihr Großvater blieben verschwunden.

Nach langer Suche nach den beiden beschlossen Gumunu und seine Schwiegermutter, das Gumunu ins SOS-Kinderdorf nach Galle gehen sollte. Hier war Gumunu aufgewachsen, hier würde er sicher Hilfe finden. Er ging die ganzen fünf Kilometer zu Fuß. Im SOS-Kinderdorf angekommen, machten sich gleich einige Helfer mit ihm im Auto auf den Weg, um seine Familie zu suchen, doch er kehrte ohne Erfolg zurück.

Dann kam die freudige Überraschung: Seine Frau Shyama hatte sich ebenfalls auf den Weg ins SOS-Kinderdorf gemacht. Sie wusste, dass ihr Mann hier zuerst Hilfe suchen würde. Ein paar Minuten nachdem von der Suche zurückkam, erreichte auch Shyama das Dorf. Glücklich fielen sich die beiden in die Arme. Und eine weitere gute Nachricht gab es: Der Großvater war auch am Leben. Shyama und er waren in das Krankenhaus in der Nähe gerettet worden. Gumunu hatte großes Glück! Seine ganze Familie hat die Katastrophe überlebt und ist nun wieder beisammen. Die SOS-Kinderdörfer werden beim Neuanfang der Familie tatkräftig helfen.


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