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      Bildergalerie zum Wiederaufbau in Komari

SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Hilfsprojekte Tsunami-Hilfe

Wieder ein Zuhause 

18.07.05 - Die ersten Familien haben wieder ein Zuhause: In dem vom Tsunami verwüsteten Dorf Komari auf Sri Lanka sind die ersten fünf Häuser fertiggestellt. Insgesamt sollen dort 750 Häuser mit Hilfe von Spenden aus dem SOS-Nothilfeprogramm entstehen. Ein halbes Jahr nach der verheerenden Flut ist der Wiederaufbau in vollem Gang.


Noch lebt dieses Mädchen aus Komari im Zelt - Foto: Angelika Schwaiger
Noch lebt dieses Mädchen aus Komari im Zelt - Foto: Angelika Schwaiger
Eine der Familien, die in die neu errichteten Häuser einziehen werden, hat durch den Tsunami nicht nur all ihr Hab und Gut verloren: Zwei ihrer drei Kinder starben in der Flut. Ihre überlebende Tochter wurde schwer verletzt. Erst kürzlich ist sie wieder soweit genesen, dass sie wieder zu ihren Eltern zurückkehren konnte. Mit dem Einzug in das neue Zuhause schöpft der Vater wieder ein wenig Hoffnung. Er plant, eine Fahrradwerkstatt aufzubauen.

Die Arbeiten für den Bau von weiteren Häusern gehen nun voran. Bis Anfang Juli waren 21 Häuser in Bau, davon zehn kurz vor der Fertigstellung, für elf weitere wurden die Fundamente gelegt. Für 500 Häuser wurde der Bau bereits in Auftrag gegeben. Insgesamt sollen 750 Familien ein neues Zuhause finden. Derzeit laufen Rodungs- und Planierarbeiten und die Planung für den Ausbau der lokalen Infrastruktur wie Straßen und Wege, Wasserversorgung und Kanalisation sowie Stromversorgung.

Bauarbeiter am Werk - Foto: Sebastian Posingis
Bauarbeiter am Werk - Foto: Sebastian Posingis
Ein SOS-Delegation überzeugte sich kürzlich vor Ort vom Stand des Wiederaufbaus. Von offzieller Seite wurde SOS-Kinderdorf bestätigt, dass die Hilfsmaßnahmen in Komari im Vergleich zu anderen Orten sehr zügig vorangingen. Das Dorf gilt als Musterprojekt für andere Nothilfeprojekte im Land. Dennoch stehen die SOS-Mitarbeiter wie auch die beteiligten Baufirmen immer wieder vor Problemen: Materialengpässe oder qualitativ minderwertiges Material lassen nicht immer einen reibungslosen Ablauf zu. Zudem ist die Region, vor allem die nördlich gelegenen Gebiete der Ostküste, immer wieder von politischen Unruhen betroffen, die zum Teil das gesamte öffentliche Leben lahmlegen.

Aufgrund der schwierigen Verhältnisse, in denen die Menschen seit Monaten in den Nothilfecamps leben, ist zunächst der Bau der Wohnhäuser vorrangig. Bald sollen jedoch auch die geplanten Gemeinschaftszentren entstehen. Die Zentren sollen jeweils einen Kindergarten beziehungsweise eine Kindertagesstätte beherbergen. Außerdem werden sie eine Ambulanz umfassen sowie Räume, die für Bildungsmaßnahmen und als Notunterkunft bei Unwettern genutzt werden können. Die dazu notwendigen offiziellen Genehmigungen stehen noch aus.

Die ersten Häuser stehen - Foto: Sebastian Posingis
Die ersten Häuser stehen - Foto: Sebastian Posingis
Für die Kinder in Komari organisieren die SOS-Kinderdörfer auch verschiedene Angebote: So fand in den Kindergärten ein Sportwettbewerb statt, bei dem die Jungen und Mädchen viel Spaß hatten. Groß war auch die Freude über die mitgebrachten Preise. Die Kinder besuchen außerdem Nothilfeeinrichtungen wie die "SOS activity centres" und den provisorischen Kindergarten.


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