Griechenland nach den Bränden: SOS-Kinderdörfer nehmen Waisen auf

11.10.2018 - Die Feuer rasten heran und töteten ganze Familien - die Waldbrände Ende Juli in Griechenland haben mindestens 98 Menschen das Leben gekostet, Hunderte haben ihre Häuser verloren. Auch ein Waisenhaus brannte vollständig aus. Die SOS-Kinderdörfer haben jetzt die 17 Kinder, die dort lebten, in ihre Obhut genommen. "Die Kinder sind dem Inferno entkommen, aber sie haben ein zweites Mal alles verloren", sagt George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland.
SOS-Mitarbeiter betreuen die traumatisierten Kinder. Foto: Stelios Tsikas
SOS-Mitarbeiter betreuen die traumatisierten Kinder. Foto: Stelios Tsikas
Ausgebrannt: Die Ruine des Waisenhauses bei Athen. Foto: George Moutafis
Nun bräuchten sie dringend psychologische Hilfe und ein neues Zuhause. "Wir haben die Kinder in einem Haus in einem Vorort von Athen aufgenommen, wo ein SOS-Team sie intensiv betreut. In dieser neuen, familiären Umgebung können sie erstmal wieder Halt finden", sagt Protopapas. In einem weiteren Schritt sollten die Kinder dann in das nahe gelegene SOS-Kinderdorf Vari umziehen und in bereits bestehende SOS-Familien integriert werden, so Protopapas weiter.