Ukraine: SOS unterstützt Flüchtlinge

Nothilfe nördlich von Lugansk

11.09.2014 - Eine Million Ukrainer mussten wegen der Kämpfe ihre Häuser in und um Lugansk verlassen und stehen jetzt vor dem Nichts. Die SOS-Kinderdörfer leisten im Norden der Stadt Nothilfe.

Hoffen auf Frieden: die kleine Maria und ihre SOS-Mutter aus Lugansk. Foto: SOS Archives

Trotz des Waffenstillstandes in der Ukraine ist die Versorgungslage der Flüchtlinge im Osten des Landes dramatisch. Die örtlichen Behörden sind nicht mehr in der Lage, die Flüchtlingsströme in den Bezirken nördlich der umkämpften Stadt Lugansk zu bewältigen.

Laut UN befinden sich seit Ausbruch der Kämpfe eine Million Ukrainer auf der Flucht. Über 800.000 flohen über die Grenze nach Russland. Fast 300.000 suchen Schutz in anderen Landesteilen, vor allem in der nicht umkämpften Umgebung von Lugansk.  „Diese Region ist landwirtschaftlich geprägt und mit der  Versorgung so vieler zusätzlicher Menschen völlig überfordert“, erklärt der Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, Louay Yassin.

Überstürzte Flucht aus Lugansk - alles verloren

 „Viele Familien haben alles verloren. Sie mussten so überstürzt aus Lugansk fliehen, dass sie weder Geld noch Dokumente mitnehmen konnten“, sagt Yassin. „Sie benötigen dringend Unterkünfte, medizinische Hilfe, Kleidung, Schulen, Jobs und psychologische Betreuung nach den traumatischen Erfahrungen der letzten Monate.“

Auch der SOS-Standort in Lugansk musste im Juni evakuiert werden. Um den Flüchtlingen, die vor den Kämpfen vermehrt in die Distrikte Starobilsk,  Novopskovsky  und Bilokurakinsky im Norden von Lugansk geflohen sind, helfen zu können, koordiniert SOS künftig vom bislang sichereren Bezirk Starobilsk die Nothilfe.

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