Südsudan: Zwei Jugendliche aus SOS-Kinderdorf erschossen

16.11.2018 - Im Südsudan sind zwei Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf in Juba erschossen worden: Die beiden jungen Männer, ein 19- und 23-Jähriger, wurden am 11. November 2018, gegen 19 Uhr, in der Nähe des Kinderdorfes durch mehrere Schüsse tödlich getroffen. Der Täter wurde festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam.
Trauer im SOS-Kinderdorf in Juba. Foto: Conor Ashleigh 

Durch die Schüsse wurde eine weitere Person verletzt und ist immer noch in ärztlicher Behandlung. Die SOS-Kinderdörfer können derzeit keine weiteren Informationen über die tragischen Ereignisse liefern und arbeiten bei den laufenden Ermittlungen mit der örtlichen Polizei zusammen.

Die Kinder und Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfs in Juba trauern um die beiden Jugendlichen. Die Sicherheit und das Wohlergehen der betreuten Kinder hat für die SOS-Kinderdörfer oberste Priorität.

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Erneutes Friedensabkommen im Südsudan

Nach jahrelangem Bürgerkrieg haben die Konfliktparteien im Südsudan einen erneuten Anlauf zur Beilegung des blutigen Konfliktes unternommen, der seit 2013 tobt. Ende Oktober feierten in der Hauptstadt Juba Tausende das neue Friedensabkommen.

SOS-Kinderdörfer im Bürgerkriegsland Südsudan

Auch die SOS-Kinderdörfer im Südsudan blieben von der Gewalt nicht verschont: Wegen schwerer Kämpfe musste im März 2014 das SOS-Kinderdorf in Malakal im Norden des Landes evakuiert werden. SOS-Familien und Mitarbeiter wurden in die Hauptstadt Juba gebracht. Dort wurde ein neues SOS-Kinderdorf eröffnet. Als im Juli 2016 in der Hauptstadt Kämpfe ausbrachen, musste auch dieses SOS-Kinderdorf evakuiert werden. Als sich die Sicherheitslage beruhigt hatte, kehrten die SOS-Familien in ihr Zuhause am Stadtrand von Juba zurück.