Syrien: Hilfe für evakuierte Flüchtlinge

Eine Woche nach Anschlag auf Buskonvoi: Erste Phase der Evakuierung von belagerten Orten abgeschlossen

25.04.2017 - Tausende Menschen sind in Bussen aus den belagerten syrischen Ortschaften Fua und Kafraja in die Provinz Aleppo gebracht worden. Nach ihrer Ankunft versorgten die SOS-Kinderdörfer die Flüchtlinge. Damit ist die erste Phase der Evakuierungen abgeschlossen, auf die sich Regierung und Rebellen verständigt haben. Überschattet wurden diese durch den verheerenden Anschlag am Ostersamstag, als an einem Kontrollpunkt eine Autobombe neben einem wartenden Buskonvoi explodierte.
SOS-Helfer verteilen in Aleppo Mahlzeiten an Flüchtlinge. Foto: Abeer Pamuk

Der Anschlag am 15.4. tötete nach jüngsten Angaben von Aktivisten 150 Menschen, der Großteil davon Kinder und Frauen. Nach dem Attentat wurde die Evakuierung am vergangenen Mittwoch wieder aufgenommen. Ein weiterer Konvoi von 45 Bussen und 3000 Menschen startete von den belagerten Dörfern Fua und Kafraja, die sich in der nordwestlichen Provinz Idlib befinden, in Richtung Aleppo. Auch dieser Flüchtlingskonvoi wurde am Kontrollpunkt Rashideen gestoppt. Die Menschen aus den evakuierten Ortschaften mussten dort zwei Tage warten. Am Freitag setzten sie ihre Fahrt fort und erreichten danach Aleppo.

Mahlzeiten und medizinische Hilfe

Nach der Ankunft in Aleppo wurden die Flüchtlinge vom Hilfsteam der SOS-Kinderdörfer in Syrien mit Mahlzeiten verpflegt. Bei der Versorgung von Verletzten arbeitet SOS mit dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zusammen. SOS-Helfer besuchen die Flüchtlingsfamilien zudem in Camps, um sie medizinisch zu betreuen. Hier erfahren Sie mehr über die SOS-Nothilfe in Syrien.

Im Juni sollen wieder tausende Menschen aus belagerten Städten geholt werden

Im Juni soll nach einem Abkommen zwischen Regierung und Rebellen die zweite Phase der Evakuierungen folgen. Dann sollen wieder tausende Menschen aus belagerten Städten herausgeholt werden.