Liberia: Aufbau und Hoffnung

Im ehemaligen Bürgerkriegsland wird das SOS-Kinderdorf Monrovia saniert

Jahrelang wüteten in Liberia die Milizen der Warlords. Der Wiederaufbau kommt im ehemaligen Bürgerkriegsland nur schleppend voran. Es gibt viel zu tun, auch im SOS-Kinderdorf und der SOS-Schule in Monrovia, die dringend saniert werden müssen. Machen Sie sich selbst ein Bild: Inspizieren Sie Risse im Mauerwerk - und begegnen Sie Kindern wie der kleinen Grace!

Jetzt Pate werden!

Helfen Sie als SOS-Dorfpate: Sie unterstützen ein SOS-Kinderdorf und seine Nachbarschaftshilfe. Reichen Sie Kindern in Not Ihre Hand!

 Jetzt helfen!

Der Bürgerkrieg in Liberia tobte von 1989 bis 2003. Selbst Kinder wurden als Soldaten missbraucht. Liberias ehemaliger Staatschef, der den grausamen Konflikt ins Nachbarland Sierra Leone trug, wurde 2012 vor dem Sondertribunal in Den Haag als Kriegsverbrecher zu 50 Jahren Haft verurteilt. Nach der Bestätigung des Urteils sitzt er jetzt seit Oktober 2013 in Großbritannien im Gefängnis.

Der Krieg ist vorbei, seit zehn Jahren herrscht Frieden. Doch die Wunden sitzen tief und bis heute sieht man die Zerstörungen. Die Liberianer kommen nur allmählich auf die Beine. Über 80 Prozent leben von unter 1 Euro pro Tag. Das Land ist eines der ärmsten des Kontinents.

Bürgerkriegswaisen und zerstörte Schulen

Im SOS-Kinderdorf in Liberias Hauptstadt Monrovia sind viele der Mädchen und Jungen Kriegswaisen. Doch die Jüngeren sind im Frieden aufgewachsen, unter Ellen Johnson-Sirleaf, Afrikas erster Frau als Präsidentin.

Es gibt Hoffnung für Liberia. Doch es gibt sehr viel zu tun, auch im SOS-Kinderdorf. Die Wohnhäuser der SOS-Familien und die SOS-Hermann-Gmeiner Schule saniert werden, wo SOS-Kinder zusammen mit Kindern aus der Nachbarschaft den Unterricht besuchen. Da durch den Krieg ein Großteil der Schulen in Liberia zerstört wurden, ist die SOS-Schule in Monrovia von ganz besonderer Bedeutung. An der Grund- und Sekundarschule besuchen bis zu 420 Schüler den Unterricht.


Schüler der SOS-Schule in Monrovia und SOS-Mitarbeiterin Jeanne Mukaruhogo - Foto: Ralph Gladitz

Risse im porösen Mauerwerk, die Dächer sind undicht, das Wasser aus dem Brunnen ist versauert: In unserem Film begleitet die Kamera Jeanne Mukaruhogo, Referentin für SOS-Afrika-Programme, als sie wegen der dringenden notwendigen Bauarbeiten vor Ort ist. Ein Konzept mit Regenwassertanks wird geprüft. Auch Solarenergie soll künftig zum Einsatz kommen.

Solaranlage statt teure Dieselgeneratoren

Die Infrastruktur Liberias befindet sich nach dem Bürgerkrieg im Wiederaufbau – eine flächendeckende und konstante Stromversorgung gibt es nicht. Aktuell wird die Stromversorgung im SOS-Kinderdorf Monrovia durch Dieselmotoren gewährleistet. Diese verursachen nicht nur Abgase und Lärm, sondern auch eine enorme finanzielle Belastung. Daher ist in Monrovia eine Installation von Solaranlagen geplant, um eine zuverlässige, umweltfreundliche und kosteneffiziente Stromversorgung im Kinderdorf zu ermöglichen.

Beitrag zum Wiederaufbau

Im Bürgerkrieg war das SOS-Kinderdorf Monrovia ein sicherer Zufluchtsort und bot der Nachbarschaft Schutz und Hilfe. Heute trägt SOS zum Wiederaufbau des Landes bei – für Kinder wie die kleine Grace. Das Mädchen hat im SOS-Kinderdorf in Monrovia ein neues Zuhause gefunden. Auch künftige Generationen von SOS-Kindern sollen im erneuerten Kinderdorf behütet und in Frieden aufwachsen.

Es geht weiter aufwärts in Liberia. Grace wird in einigen Jahren auf eigenen Beinen stehen können und daran mitarbeiten.