Saboura – ein Ort der Stabilität für SOS-Kinder

Farez und Majd ziehen ins neue syrische SOS-Kinderdorf bei Damaskus ein

Die Freude über das neue SOS-Kinderdorf Saboura ist groß – endlich neuer Platz für 80 Kinder. Viele davon werden neu aufgenommen, andere werden schon länger von SOS betreut.

Die elf Jahre alten Zwillinge Farez und Majd (Namen zum Schutz der Kinder geändert) waren erst vor kurzem ins SOS-Kinderdorf Qodsaya bei Damaskus gekommen. Dieses Dorf ist sehr stark beansprucht, seit die Kinder aus dem Kinderdorf Aleppo hierher evakuiert werden mussten und hier nun 130 Mädchen und Jungen leben. Weil Farez und Majd sich wegen ihres kurzen Aufenthalts noch nicht gänzlich eingelebt haben, ziehen sie mit ihrer SOS-Mutter Hind ins neue Dorf Saboura um.

Die Zwillinge Farez und Majd haben bei SOS-Mutter Hind ein neues Zuhause gefunden. Foto: Wolfgang Kehl

Hind hat schon viel Erfahrung bei SOS gesammelt. Worüber sie sich besonders freut: Bisher hat sie aushilfsweise als SOS-Mutter gearbeitet, in Saboura bekommt sie nun ihre eigene SOS-Familie. Farez und Majd betreut sie seit dem Sommer 2017. Wer die weiteren neuen Kinder sein werden, wird derzeit geplant. "Ich bin sehr stolz darauf, eine eigene SOS-Familie zu haben, aber ich bin auch aufgeregt, denn das wird eine große Herausforderung für mich werden. Dennoch bin sich sicher: Ich kann es."

Die Erfahrung dazu hat sie, schließlich hat sie schon fünf eigene Kinder großgezogen, die mittlerweile aus dem Haus sind und ihr eigenes Leben führen. Es ist ein bisschen still um sie geworden, seit ihre Kinder groß sind, findet Hind. Also noch einmal Familie! Hind hat die beiden Zwillinge schon ihren eigenen Kindern vorgestellt, damit alle ein Gefühl dafür bekommen, dass sie zusammen gehören. Majd und Farez sollen wissen, dass ihre SOS-Mutter und deren Kinder voll hinter ihnen stehen.

Für Farez und Majd ist das besonders wichtig, denn die Jungs haben keine Eltern oder Verwandten mehr. Das belastet die beiden sehr, vor allem dann, wenn andere Kinder im Dorf Besuch von Verwandten bekommen. Dann ist das Gefühl, alleine zu sein, besonders quälend. Hinds selbst gewählter Grundsatz als SOS-Mutter passt genau auf diese Situation: "Zeige deine Liebe und lass deine Kinder wissen, dass immer jemand für sie da ist." Wenn Hind sagt, worauf es noch ankommt, benutzt sie vor allem das Wort "Stabilität". Das ist etwas, was jedes Kind braucht – die Kinder in Syrien brauchen es ganz besonders.

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