Lebensbejahend und offen für die Sorgen der Menschen

Anneliese und Helmut Schreitter haben das Leben genossen und andere Menschen an ihrem Glück teilhaben lassen

Sie: quirlig und unternehmenslustig. Er: besonnen und feinfühlig. Beide lebensbejahend. Im Falle von Anneliese und Helmut Schreitter war das die ideale Basis für ein freudvolles gemeinsames Leben.

Kennengelernt hatten sich die Beiden bereits in ihrer ursprünglichen Heimat, dem Sudetenland, aus dem sie nach dem Krieg als Jugendliche mit ihren Familien vertrieben wurden. Ein erschütterndes und einschneidendes Erlebnis. Beide Familien landeten in Bayern, jedoch in unterschiedlichen Städten. Aus dem Nichts bauten die Eltern wieder eine Existenz auf, auch die Kinder mussten dabei helfen. Später sollte diese Erfahrung dazu führen, dass Anneliese und Helmut Schreitter immer offen für die Not anderer waren. Ihre beiden Neffen, Axel Lorz und Hartmut Köttig, sagen: „Die in ihrem christlichen Glauben verankerte Hilfsbereitschaft war wirklich bewundernswert.“

Über den Verband der Vertriebenen fanden sich die Familien schließlich in Erlangen wieder – und Helmut und Anneliese verliebten sich ineinander. 1953 heirateten sie. Ihre Ehe sollte 60 Jahre dauern.

„Wunderbare, warmherzige Menschen“

Helmut Schreitter studierte Jura und wurde Notar, Anneliese Schreitter machte eine Ausbildung zur Sekretärin. Die Stadt Ansbach in Franken wurde ihr Zuhause, von dem aus sie das Leben eroberten: Beide liebten die Musik und gemeinsam mit Freunden gründeten sie ein Hausmusik-Orchester – Helmut an der Geige, Anneliese am Klavier. Und sie bereisten die Opernhäuser der Welt. In Ansbach pflegten sie ein offenes Haus und waren die perfekten Gastgeber. Anneliese Schreitter war diejenige, die die Gäste versorgte, unterhielt und sicherstellte, dass es ihnen an nichts fehlt. Ihr Mann war der geduldige Zuhörer mit einem tiefen Interesse an den Menschen.
Ihre Ehe blieb kinderlos, aber sie verbrachten gerne Zeit mit jungen Menschen, unterstützten ihr Umfeld vielfältig, gründeten einen Lionsclub und begannen, regelmäßig für zahlreiche Hilfsorganisationen zu spenden. Eine wichtige Rolle kam hier auch den SOS-Kinderdörfern zu, die schließlich testamentarisch großzügig bedacht wurden.

Als Helmut Schreitter 2014 mit 85 Jahren starb, war das ein Verlust, den Anneliese Schreitter nie verwand. Immer waren sie zusammen gewesen, das Alleinsein fühlte sich nicht richtig an. Drei Jahre später starb auch sie. Anneliese Schreitter wurde 84 Jahre alt. Für ihre beiden Neffen sind die Beiden immer noch sehr lebendig. „Sie waren wunderbare, warmherzige Menschen“, sagen Axel Lorz und Hartmut Köttig.

 

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