thyssenkrupp Elevator und SOS: Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit

thyssenkrupp Elevator und SOS-Kinderdörfer weltweit kooperieren in Kolumbien, Brasilien und Indien, um Jugendlichen ohne familiären Halt den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen.
Workshop mit Jugendlichen in Kolumbien

Das gemeinsame Projekt des Spezialisten für urbane Mobilität thyssenkrupp Elevator und den SOS-Kinderdörfern weltweit trägt den Namen SEED. Die Abkürzung steht für Support, Educate, Elevate and Develop (Unterstützen, Ausbilden, Aufwerten und Entwickeln). Vorrangiges Ziel ist, junge Menschen in Weltregionen mit besonders hoher Jugendarbeitslosigkeit zu unterstützen. In der Startphase richtet sich die Hilfe an bis zu 60 Jugendliche in Kolumbien, 100 in Brasilien und 130 in Indien. Nach der Pilotphase soll das Projekt in den folgenden Jahren ausgeweitet werden.

Das Team von thyssenkrupp und Teilnehmer an berufsbildenden Seminaren in Bogota

Jungen Menschen soll durch die Initiative zu mehr Unabhängigkeit verholfen werden. Ebenso sollen ihnen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt gegeben werden. In der ersten Phase des Projekts erhalten Jugendliche aus SOS-Einrichtungen und aus SOS-Familienhilfeprogrammen ein Berufstraining von thyssenkrupp Elevator und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort. Wichtige Bestandteile der Trainings sind Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Berufsberatung, Gründerseminare und der Erwerb praktischer Berufserfahrung. Das Programm soll jungen Menschen dabei helfen, Arbeit zu finden und diese auch langfristig zu behalten. Zudem soll das Leuchtturmprojekt andere Unternehmen animieren, ähnliche Programme in ihre CSR-Initiativen einzubinden.

Projektstart in Bogota

Den Auftakt machte SEED in Kolumbien. Im SOS-Kinderdorf Bogota startete ein Workshop für SOS-Mitarbeiter und Angestellte von thyssenkrupp Elevator. Hierbei ging es vor allem darum, Begabungen und Neigungen der SOS-Jugendlichen zu identifizieren und somit geeignete Ausbildungsinhalte festzustellen.

Ein Herzensprojekt des Vorstands

Andreas Schierenbeck (l.) besucht eine Familie in Bogota, die von SOS unterstützt wird

Auch Andreas Schierenbeck, CEO von thyssenkrupp Elevator, hat an dem Workshop teilgenommen. "Ich wollte unbedingt dabei sein, wenn es losgeht – und damit auch nach außen deutlich machen, wie wichtig die Themen Lernen, Talentförderung und Engagement für gesellschaftlich relevante Ziele für uns sind", erklärt er. "Unser Geschäft ist die Entwicklung, Produktion und Wartung fortschrittlicher Mobilitätslösungen, um die Städte dieser Welt zu den lebenswertesten Orten überhaupt zu machen. Das bedeutet für uns natürlich auch, dass wir die soziale Balance und Lebensqualität für alle Stadtbewohner unterstützen."

thyssenkrupp Elevator engagiert sich aktiv im Programm YouthCan!

Projektbesuch an einer SOS-Schule in Pune, Indien. Eine gute Schulbildung ist das Fundament für spätere berufliche Chancen.

Jugendarbeitslosigkeit ist heute in vielen Regionen ein gravierendes Problem: Ein Drittel der Jugendlichen weltweit hat keinen Zugang zu (Aus-)Bildungsressourcen oder Praktika jedweder Art.  Unter dem Dach von SEED agieren örtliche thyssenkrupp Elevator Mitarbeiter als Ausbilder, Mentoren und auch Vorbilder. Sie stellen ihr Wissen und Können zur Verfügung und bieten ihren Schützlingen Zugang zu wichtigen Netzwerken. Darüber hinaus gibt das Unternehmen Mittel für ausgesuchte Start-up-Initiativen und bietet die Chance, bei thyssenkrupp Elevator Praktika zu absolvieren und Karriereoptionen zu avisieren.

Mit SEED engagiert sich thyssenkrupp Elevator aktiv in der YouthCan!-Initiative der SOS-Kinderdörfer. Diese baut vor allem auf eine starke Allianz von Nichtregierungsorganisationen und dem privaten Sektor. Erklärtes Ziel ist es, den unmittelbar betroffenen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, im Leben vorwärtszukommen.

"Die Partnerschaft mit thyssenkrupp Elevator hilft uns ungemein"

Petra Horn, (l.) Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit im Gespräch mit SOS-Mitarbeitern und Projektteilnehmerinnen in Indien

Petra Horn, Vorstandsmitglied von SOS-Kinderdörfer weltweit, kennt die weltweite Problematik von Jugendarbeitslosigkeit genau und schätzt daher das Engagement von thyssenkrupp Elevator umso mehr: "Die mit Arbeitslosigkeit verbundene Perspektivlosigkeit von Jugendlichen ist eine Herausforderung für uns alle. Kinder und Jugendliche, die in SOS-Kinderdörfern aufwachsen, haben es dabei noch schwerer, denn ihnen fehlt das Vorbild der  Eltern. Sie haben kaum eine Chance, die normale Arbeitswelt kennenzulernen – und brauchen genau deshalb besondere Unterstützung."

Gerade der Anteil Jugendlicher in SOS-Programmen steigt derzeit stark an. Immerhin haben rund 60 Prozent ein Jahr, nachdem sie aus Kinderdörfer-Familienverbänden ausgeschieden sind, einen Job. Etwa 71 Prozent machen sichtbare Fortschritte bei ihrer Ausbildung. Das strategische Ziel der SOS-Kinderdörfer ist es, bis 2030 diese Zahlen auf mehr als 90 Prozent zu steigern.

"Das können wir nur mit starken Partnern erreichen – wie thyssenkrupp Elevator. Die Partnerschaft mit dem Unternehmen hilft uns ungemein. Mit der Unterstützung von  thyssenkrupp Elevator kann SOS-Kinderdörfer dafür sorgen, dass junge Menschen mit schlechten Startbedingungen viel bessere Chancen auf ein erfolgreiches Leben haben" so Petra Horn.