Mit "Bio Deluxe"-Eiern helfen

Glückliche Hühner, "Bio Deluxe"-Eier und alles für einen guten Zweck: Michael Roos züchtet Hühner und spendet die gesamten Einnahmen aus dem Eierverkauf ohne Abzüge an die SOS-Kinderdörfer.
Michael Roos mit seinen Hühnern
Was er von seinen Kunden für die Eier bekommt, gibt Michael Roos eins zu eins als Spende an die SOS-Kinderdörfer weiter.

Der Tipp, Michael Roos als Spender des Monats vorzustellen, kam von einem seiner Nachbarn im Ort Herschwiesen im Hunsrück. "Gott sei Dank, darf ich die Eier von frei laufenden, biologisch gehaltenen Hühnern seit längerer Zeit genießen", schrieb uns der treue und begeisterte Kunde.

Michael Roos begann im Jahr 2014 Hühner zu züchten. Die Idee dazu kam ihm beim Mähen der rund 1500 Quadratmeter großen Wiese hinter seinem Haus. In dem Sommer hatte es viel geregnet und das Gras war sehr hoch. "Eigentlich könnte ich doch einen Teil des Mähens auch anderen überlassen. Hühnern zum Beispiel", dachte Michael Roos damals bei der Gartenarbeit in der brütenden Hitze. Es dauerte nicht lange, bis er mit der Umsetzung der Idee begann. Er zäunte rund 300 Quadratmeter ein, kümmerte sich um den richtigen Schutz gegen Marder und Füchse und schaffte sich die ersten Tiere an. Sein Vater Werner stand ihm dabei als Handwerker tatkräftig zur Seite. Derzeit hat er 40 Hühner. Jedes der Tiere hat mehr als sieben Quadratmeter Wiese zur Verfügung. "Bei Biozüchtern ist es meist so, dass ein Huhn auf vier Quadratmetern lebt. "Bei mir sprechen wir also von Bio Deluxe", scherzt der 47-Jährige. Auch beim Essen werden die Tiere bestens versorgt. "Manchmal gibt's gekochte Spagetti. Die halten die Hühner offenbar für Würmer."

Nach einer Mexiko-Reise wurde Michael Roos SOS-Pate

Um genügend Abnehmer für die Eier braucht sich Michael Roos keine Sorgen zu machen. Die hohe Qualität der Erzeugnisse hat sich schon lange im Ort herum gesprochen. Viele treue Kunden holen regelmäßig Eier bei ihm ab. Was er von ihnen bekommt, gibt er eins zu eins als Spende an die SOS-Kinderdörfer weiter – ohne seine Unkosten abzuziehen. "Da halte ich es mit dem Fußballer Giovane Elber. Der hat sinngemäß mal gesagt, dass man eine Spende auch im Portemonnaie spüren soll", so Michael Roos.

Die SOS-Kinderdörfer hat er schon früh über seine Großmutter kennengelernt. Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb er sich für Spenden an SOS entschieden hat. Im Jahr 2011 war Michael Roos zu seinem 40. Geburtstag in Mexiko. Er war begeistert von der Herzlichkeit und Offenheit der Menschen. Aber er sah auch die Armut. Er entschied sich damals, einem Patenkind in einem SOS-Kinderdorf in Mexiko zu helfen. "Überhaupt war das ein Punkt in meinem Leben, wo ich über vieles nachgedacht habe. Auch drüber, was ich in der zweiten Lebenshälfte noch machen möchte. Da gehört es für mich auch dazu, etwas zurückgeben. Ich bin sehr dankbar für das, was ich habe", sagt Michael Roos abschließend.