Fünfjährige startet Kunsthandel zugunsten von SOS in Syrien

Wenn man die Geschichte von Anna Brinkmann hört, bekommt die Bezeichnung Jungunternehmerin leicht eine ganz neue Bedeutung. Anna ist gerade einmal fünf Jahre alt und hat vor kurzem den Kunsthandel STON gegründet – zugunsten der SOS-Kinderdörfer in Syrien.
Anna im Büro der SOS-Kinderdörfer weltweit in München
In der "Sendung mit der Maus" erfuhr Anna vom Krieg in Syrien. Nun will sie den Kindern dort helfen. Sie malt Bilder und spendet den Verkaufserlös.

Als Anke Brinkmann vor ein paar Wochen in das Zimmer ihrer Tochter kam, saß Anna ganz eifrig malend und klebend vor ihrem Bastelschrank. Sie drückte gerade Wackelaugen und Glitzersteinchen auf ein selbstgemaltes Bild und machte ein Schild, auf das sie die Buchstaben STON stempelte. "Ich gründe jetzt auch eine Firma, Mama! Lies mir mal die Buchstaben vor", sagte die Fünfjährige zu ihrer Mama. "Das ist mein Firmenname, ich male Bilder und verkaufe die dann unten in der Ladenstraße. Pro Stück ein oder zwei Euro. Das meiste davon schicke ich nach Syrien, da ist Krieg und die Kinder sind arm. Das habe ich im Fernsehen in der Sendung mit der Maus gesehen."

Zu Besuch im Büro der SOS-Kinderdörfer weltweit: Anna und ihre Mutter Anke Brinkmann.

Anke Brinkmann staunte nicht schlecht über die Idee ihrer Tochter und freute sich sehr über ihr Engagement für andere. "Ich bin schon stolz", sagt die 47-Jährige. Sie fragte Anna, weshalb sie nicht gleich das ganze Geld aus dem Bilderverkauf nach Syrien schickt. "Ich will auch was verdienen, um meine Firma aufzubauen“, meinte die junge Unternehmerin. "Ganz die Mama, habe ich mir da gedacht und ihr angeboten, für jedes verkaufte Bild einen Euro Taschengeld zu bezahlen."

Anke Brinkmann arbeitet seit Jahren im Bereich Marketing und betreibt zudem in München den Blog "muttispielt.de", wo sie unter anderem über Spiele schreibt, die sie zusammen mit ihrer Tochter testet. Da war es naheliegend, Anna den Vorschlag zu machen, die Bilder online für den guten Zweck zu verkaufen. "Dann musst Du nicht so lang in der Ladenstraße sitzen und Du erreichst viel mehr Menschen", begründete Anke Brinkmann ihren Vorschlag.

Spenden für das SOS-Kinderdorf in Damaskus

Den ganzen Tag besprachen die beiden, wie das mit den Bildern im Internet laufen soll. Das wichtigste Thema war natürlich, wie das Geld nach Syrien kommt. "Wir haben recherchiert und beschlossen, das eingenommene Geld dem SOS-Kinderdorf bei Damaskus zu spenden", erzählt Anke Brinkmann.

Mittlerweile ist Annas Firma richtig gewachsen. Nicht nur, dass sich die Bilder über das Blog ihrer Mama bestellen lassen, seit kurzem gibt es auch einen Webshop, wo Annas Motive auf Tassen und T-Shirts angeboten werden. Außerdem bittet Anna auf der SOS-Seite www.meine-spendenaktion.de um Unterstützung für die Kinder in Syrien.

Weil uns bei den SOS-Kinderdörfern weltweit Annas Idee und Engagement so gut gefallen haben, haben wir sie und ihre Mama in unser Münchener Büro eingeladen. So konnten die beiden einen noch besseren Eindruck gewinnen, was mit ihrem Beitrag geschieht und wie die SOS-Hilfe in Syrien wirkt.

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