Edelhelfer treten für die SOS-Kinderdörfer in die Pedale

Die Straßenradrennfahrer vom "Just for the Glory Masters Racing Team" fahren eine ganze Saison zugunsten der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Die Straßenradrennfahrer vom "Just for the Glory Masters Racing Team" fahren zugunsten der SOS-Kinderdörfer. Foto: Werner Möller
Mit viel Ehrgeiz, Willen, Spaß und Teamgeist: Das "Just for the Glory Masters Racing Team" fährt zugunsten der SOS-Kinderdörfer. Fotos: Werner Möller

Sich zurücknehmen, obwohl man gewinnen könnte, und damit anderen Teamkollegen den Sieg überlassen – so jemanden nennt man im Hochleistungssport einen Edelhelfer. Das Team um David Christian Wettmann ist voll von Edelhelfern. Dabei beschränkt sich die Gemeinschaft von fünfzehn Straßenradrennfahrern nicht nur auf die sportliche Komponente.

Alle eingefahrenen Prämien gehen an SOS. Im roten Trikot: David Christian Wettmann.

"Wir möchten unseren sportlichen Ehrgeiz an einen wohltätigen Zweck knüpfen und geben unsere Prämien weiter an die SOS-Kinderdörfer", erzählt David Christian Wettmann, der die Mannschaft ins Leben gerufen hat. Der 41-Jährige ist geschäftsführender Gesellschafter eines Auktionshauses und hat bereits angekündigt, dass seine Firma die vom Team eingefahrenen Preisgelder verdoppeln wird. Außerdem hat er sich um weitere Sponsoren gekümmert, die den Betrag abermals verdoppeln. So sind nun auch die Gelben Seiten beziehungsweise der Sutter Telefonbuchverlag und das Startup .ruhr – die neue Domain-Endung für das Ruhrgebiet – mit im Boot.

Vor dem deutschen Meister

Das "Just for the Glory Masters Racing Team" hat sich erst in diesem Jahr zusammengetan. Die Mitglieder stammen aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein. Ihr sportliches Ziel ist es, der etablierten Konkurrenz einen Teil des Radsportkuchens streitig zu machen. Und die Chancen dazu stehen gut. "Erst kürzlich hat einer unserer Fahrer den zweiten Platz bei einem Rennen gemacht. Damit lag er noch vor dem deutschen Meister, der im Konkurrenzteam gefahren ist", sagt David Christian Wettmann stolz.

Auf dem Siegertreppchen: Sven Schmeling (2.v.l.) vom "Just for the Glory Masters Racing Team"

Für ihn symbolisiert dieses Ergebnis auch den Kern des Teams. "Mit viel Ehrgeiz, Willen und Spaß an der Sache lassen sich eben solche Erfolge erzielen. Das funktioniert nur mit Teamgeist." Nicht umsonst hat die Mannschaft die Maxime "Just for the Glory" (Nur für den Ruhm) als Teil ihres Namens gewählt. Es geht um die gemeinschaftliche Leistung. Einerseits. Denn diesen Titel trägt auch der Spendenaufruf, den die Radsportler auf der SOS-Website meine-spendenaktion.de gestartet haben. Beim Wahl des Spendenziels vertrauen sie den SOS-Kinderdörfern. Die Gelder gehen dort hin, wo sie am Nötigsten gebraucht werden.

Seit März läuft nun die Saison für das "Just for the Glory Masters Racing Team" – und das durchaus erfolgreich! Im Oktober finden die letzten Rennen statt. Wir drücken die Daumen, dass die Saison mindestens so gut weitergeht, wie sie begonnen hat. Toi Toi Toi!