Um die Welt für SOS

Mit seinem Quad besucht Gerry Mayr SOS-Kinderdörfer

Der Abenteurer und Zweiradmechaniker Gerry Mayr aus Konstanz reist mit seinem Quad durch die Welt und unterstützt dabei die SOS-Arbeit. Mit Spendenaktionen sammelt er Geld und besucht auf seinen Extremtouren auch immer wieder SOS-Kinderdörfer.

Durch die Weltreisen für einen guten Zweck: Der Abenteurer Gerry Mayr aus Konstanz reist mit seinem Quad durch die Welt  Foto: Gerry Mayr

Das Reisen liegt Gerry Mayr im Blut. Die Lust, sich zu neuen Ufern aufzumachen, hat sich bei dem heute 51-Jährigen schon früh entwickelt. "Meine Eltern haben mich mit dem Reise-Virus infiziert", erzählt er. Es war eine Reise nach Südtirol, die in ihm als Kind die Leidenschaft für die Berge, die Weite und das Unbekannte weckte. Bei diesem Drang war es auch nur folgerichtig, einen Beruf zu erlernen, der ihm die Möglichkeit zu mehr Mobilität bietet. Er entschied sich für eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker, machte später seinen Meister und gründete schließlich sein eigenes Geschäft, einen Motorrad Shop.

Überwältigende Gastfreundschaft


Gerry Mayr lässt Kinder und SOS-Mütter unter Anleitung auch gerne sein E-Bike ausprobieren. Foto: Gerry Mayr

Die vielen Länder, die der Abenteurer seit seiner Lehrzeit per Motorrad, Quad oder E-Bike besucht hat, lassen sich kaum aufzählen. Im Jahr 2004 reiste er mit seinem Quad durch 22 europäische Regionen in 18 Tagen. Es folgten Reisen nach Afrika, Argentinien, Chile und Indien. Dabei sucht er immer auch das Abenteuer und die Herausforderung. So war er beispielsweise mit einem E-Skateboard und E-Bike in Südostasien unterwegs. Manchmal hat er sogar einen Motorgleitschirm im Gepäck und schaut sich die Gegend von oben an.

Gerry Mayr hat sich ganz bewusst dafür entschieden, seine Reisen nicht mit einem komfortablen Auto zu machen. "Ein Quad ist offen", sagt er. "Du bist nicht hinter einer Scheibe versteckt. Damit hast Du automatisch mehr Kontakt zu den Leuten." Und diese Nähe sucht Gerry Mayr. Er will wissen, wie die Menschen in anderen Ländern leben, was sie denken. Die Gastfreundschaft, die ihm dabei entgegengebracht wird, beschreibt er als überwältigend. Viele, der Menschen, die er im Lauf der Jahre getroffen hat, sind heute gute Freunde von ihm.

"Ich weiß, dass das Geld ankommt"


Fester Bestandteil der Reise ist für Gerry Mayer immer ein Besuch im SOS-Kinderdorf. Foto: Gerry Mayr

Doch der Weltenbummler reist nicht nur zu seinem eigenen Vergnügen und zur Erweiterung des eigenen Horizonts. Er will auch andere motivieren, die Welt zu entdecken. Und er will etwas geben. "Ich besuche immer wieder Kinder in SOS-Kinderdörfern", sagt er. Dabei ist es ihm wichtig, aktiv mit ihnen etwas zu unternehmen. Was er dazu braucht, hat er immer dabei. "Ich lasse die Kinder und Mütter unter Anleitung meine Fahrzeuge ausprobieren. Je nachdem, mit was ich unterwegs bin. Quad, E-Bike, was auch immer." Ein großer Spaß für alle Beteiligten. Bis heute hat er weltweit vier Kinderdörfer besucht. Das SOS-Prinzip überzeugt ihn sehr. "Die Menschen, die dort arbeiten machen nicht nur ihren Job. Sie sind mit Leidenschaft und Herzblut dabei. Den Kindern geht es dort wirklich gut." Wenn er sich auf eine Reise begibt, startet er zudem meist eine Spendenaktion im Internet, bei der er um Unterstützung der Arbeit der SOS-Kinderdörfer bittet. "Ich weiß, dass das Geld ankommt und wie gut es verwendet wird", so Mayr.

Die nächsten Reisen sind schon in Planung. Bald geht es auf zu neuen Abenteuern nach Pakistan und später nach Venezuela. In Pakistan hat Gerry Mayr eine besondere Mission. Er versucht mit seinem Paramotor einen Höhenweltrekord zu erfliegen. Wir drücken die Daumen!