21. Dezember 2021 | NEWS

Taifun auf den Philippinen

Kinder und Mitarbeiter:innen in Sicherheit

Am 17. Dezember 2021 zerstörte der Taifun "Rai", von Einheimischen auch "Odette" genannt, weite Teile der Philippinen: Mehr als 1,8 Millionen Menschen sind von den Verwüstungen betroffen. Über 200 Menschen verloren durch den Sturm ihr Leben, weitere 250 gelten weiterhin als vermisst. Alle Kinder und Mitarbeiter:innen aus den Programmen der SOS-Kinderdörfer auf den Philippinen sind in Sicherheit.

Taifun "Rai" traf das Land mit Windgeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern, er wird somit als Super-Taifun eingestuft. Wirbelstürme von solcher Stärke kommen weltweit nur etwa fünf Mal pro Jahr vor – durch die Folgen der Klimakrise nehmen solche Stürme allerdings in Häufigkeit und Intensität zu.

Ein Wirbelsturm hinterlässt eine Schneise der Zerstörung, wie nach dem Taifun "Haiyan" in 2013. Foto: V. Nguyen Hoang

Schäden im Kinderdorf und bei Familien in der Nachbarschaft

Alle Kinder und Mitarbeiter:innen aus den Programmen der SOS-Kinderdörfer auf den Philippinen sind in Sicherheit. In den SOS-Kinderdörfern in Iloilo, Cebu, Tacloban, Calbayog und Davao gab es kleine Schäden und es kam stellenweise zu Überflutungen. Am schlimmsten betroffen sind die Familien aus den Familienstärkungsprogrammen in Cebu, Calbayog, Tacloban und Iloilo: Viele Häuser wurden beschädigt oder zerstört. An den Küsten wurden vor allem Wohnhäuser, Schulen und Gemeinschaftsgebäude beschädigt. Mit Aufräum- und Reparaturarbeiten wurde begonnen, mittlerweile wird auch das Stromnetz wieder in Stand gesetzt. Die Kolleg:innen der SOS-Kinderdörfer Philippinen bereiten sich darauf vor, Nahrungsmittel und Hygiene-Sets an Menschen zu verteilen, die keine Lebensmittel oder Zugang zu Trinkwasser haben.

Ausmaß der Schäden wird eruiert

"Wir sprechen allen, die Familienmitglieder an Taifun Odette verloren haben, unser tiefstes Mitgefühl aus, und verfolgen mit großer Sorge die Nachrichten über die noch vermissten Menschen. In den beschädigten SOS-Kinderdörfern haben wir schon mit den Reparaturen begonnen. Wir sind besorgt über die Situation der betroffenen Familien in den Gemeinden und sind gerade dabei, das Ausmaß der Schäden zu eruiren. Selbstverständlich werden wir alles tun, um ihnen zu helfen, ihr Leben nach dieser Katastrophe wieder aufzubauen", sagt Romil Rayos Del Sol, Leiter der SOS-Kinderdörfer der Philippinen.

Bereits in der Vergangenheit halfen nach Wirbelstürmen die Mitarbeiter:innen der SOS-Kinderdörfer Philippinen der Bevölkerung vor Ort: So auch nach dem bisher schlimmsten Taifun "Haiyan", bei dem Ende 2013 mehr als 6.300 Menschen starben. Damals konnten wir mit der Hilfe unserer Spenderi:innen betroffene Familien unterstützen, und beim Wiederaufbau von Schulen und mehr als 600 Häusern helfen.

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