Die Märchen-Tante aus der Wüste

Jojis Miyir, SOS-Familienhelferin aus dem SOS-Kinderdorf Gode, Äthiopien, tröstet Kinder mit Fabeln und Liedern.

 

Gutenachtgeschichten und viel Liebe: "Tante" Jojis mit Mädchen und Jungen im SOS-Kinderdorf Gode, Äthiopien 
"Tante Jojis erzählt die besten Geschichten", sagt Szuanne, 12, aus dem SOS-Kinderdorf Gode, Äthiopien. Tante - so heißen die Familienhelferinnen im Kinderdorf, die die SOS-Mütter entlasten und auf die Kinder aufpassen, wenn die SOS-Mütter ihren Jahresurlaub nehmen oder auf Fortbildungen sind.

 

Vom Löwen, der sich mit den Menschen anfreundet

Und Jojis kennt wirklich viele Geschichten: vom Löwen, der sich mit den Dorfbewohnern befreundet, vom Zebra, das den Löwen wiederum überlistet, von frechen Affen, klugen Elefanten und starken Büffeln.
Diese Fabeln erzählt sie jeden Abend und die Kinder hängen an ihren Lippen. Auch die kleine Ayan, die schwer traumatisiert vor einem Jahr ins SOS-Kinderdorf kam. "Man kann sagen, dass Jojis ihr das Leben gerettet hat", sagt Dorfleiter Mustefa Haji.

 


"Sie tut den Kindern gut": Jojis Miyir, SOS-Familienhelferin in Gode, Äthiopien
Damals sprang Tante Jojis ein für eine SOS-Mutter, die krank wurde und zu ihrer Familie ziehen musste. Das ganze Dorf machte sich Sorgen um die kleine Ayan, die gerade im SOS-Kinderdorf angekommen war und nun wieder ihre Bezugsperson verlor. Aber Jojis wusste genau, was sie zu tun hatte: Sie umarmte sie oft, gab ihr Nähe und Wärme, stellte sie Ayans Bett neben ihres und wenn Ayan nicht in den Schlaf fand, erzählte sie ihr Geschichten oder sang ihr vor. Sie gab ihr kleine Aufgaben im Haushalt und langsam genas Ayan. Sie wurde stärker und auch psychisch stabiler.

 

Beliebt, kompetent, fürsorglich

Nicht nur Ayan ist glücklich, dass Jojis sich ihrer angenommen hat: Viele SOS-Familien bauen auf ihre Hilfe. Die SOS-Kinderdorf-Mütter, die manchmal schweren Herzens das Kinderdorf für eine Schulung verlassen, wollen alle, dass Jojis sich um ihre Kinder kümmert. "Ihre Loyalität und ihr Wissen, ihr Umgang mit den Kindern sind vorbildlich", sagt SOS-Mutter Choga. "Sie tut den Kindern gut und hat eine hohe Arbeitsmoral."

Auch die Kinder hätten gern, dass Jojis endlich SOS-Mutter wird. "Ich werde bestimmt bald SOS-Mutter", lacht Jojis, "aber zuerst muss ich meine eignen Kinder groß ziehen." Nach der Arbeit im Kinderdorf, geht Jojis jeden Abend zu ihrer Familie nach Hause. Ihre Kinder sind zwar schon zu groß für Gute-Nacht-Geschichten, aber Jojis muss trotzdem welche erzählen: Von Büffeln, von Pavianen oder von Löwen, die mit den Menschen Freundschaft schließen.

 

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