Neuanfang in Brasilien

Felix, Soralys und Maria haben es nach Brasilien geschafft. Dort wagt die junge Familie mit Unterstützung der SOS-Kinderdörfer den Neuanfang. Ihre Heimat war Venezuela, ein Land, das sich durch anhaltende Machtkämpfe und eine tiefe Wirtschaftskrise zum Armenhaus Lateinamerikas entwickelt hat.

Gestrandet: Flüchtlinge aus Venezuela in einem Camp in Brasilien. Foto: Livia Neves

Frau und Kind zurückzulassen, war für den Familienvater Felix ein bitterer Schritt. Doch, um die Flucht für alle finanzieren zu können, musste er Geld verdienen – in Brasilien. Denn in Venezuela haben die meisten Familien nicht einmal genug, um ausreichend Lebensmittel kaufen zu können. Eine Universitätsstudie spricht hier von fast 90 Prozent der Familien.
Im Nachbarland Brasilien sammelte Felix allen möglichen recyclebaren Müll, der sich zu Geld machen lässt. Hätte er dabei nicht auch einen alten, aber funktionierenden Computer gefunden, wäre es ihm vielleicht nie möglich gewesen, seine Familie nachzuholen. 

Ein unsicherer Start

Für Felix, Soralys und ihre fünfjährige Tochter Maria war es schwer in der neuen Umgebung Fuß zu fassen. Ein Zelt war ihr Zuhause – in einer unsicheren Nachbarschaft, in der die vielen venezolanischen Flüchtlinge nicht willkommen waren. So kommt es in Brasilien wie in anderen Nachbarländern Venezuelas immer wieder vor, dass Einheimische die Lager der Geflüchteten attackieren. Erst als die junge Familie nach Igarassu, einen Vorort der Millionenstadt Recife, weiterzog, veränderte sich etwas. 

Die SOS-Kinderdörfer helfen beim Neuanfang

Sichere Bleibe: Die SOS-Kinderdörfer in Brasilien nehmen Flüchtlinge aus Venezuela auf. Foto: Livia Neves

Das dortige Nothilfeprogramm der SOS-Kinderdörfer in Brasilien unterstützt auf vielen Ebenen. Allein 2018 fanden rund 760 Geflüchtete, darunter etwa 350 Kinder, Schutz in einem brasilianischen SOS-Kinderdorf. Außerdem konnten mit Hilfe von SOS mehr als 100 Erwachsene in den ersten sechs Monaten eine Arbeit finden. Das ermöglichte rund 87 Familien einen Start in ein unabhängiges Leben außerhalb des Kinderdorfes.

Die junge Familie schmiedet wieder Pläne

Auch Maria und ihre Eltern haben anfangs im Kinderdorf Schutz gefunden. Soralys arbeitet heute im Krankenhaus, während Maria den Kindergarten besucht. Felix will Englisch lernen, um in der Druckerei, in der er beschäftigt ist, weiter aufzusteigen. Mittlerweile kann die junge Familie wieder Pläne schmieden, in einer eigenen Wohnung außerhalb Igarassus. 

 

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