Mittelamerika: Flucht vor Armut und Gewalt

SOS-Hilfe für Kinder und Familien

Tausende Menschen flüchten derzeit durch Mittelamerika. Diese Kinder und Familien brauchen dringend unsere Hilfe. Ein Pilotprojekt der SOS-Kinderdörfer hilft gestrandeten Kindern und Familien und zeigt Alternativen zur Flucht in den Herkunftsländern.

Fluchtwelle erfasst Mittelamerika

In riesigen Migrationszentren im Norden von Mexiko sind Familien auf der Flucht gestrandet. Foto: Alea Horst

In vielen Ländern Mittelamerikas ist die Zivilgesellschaft zerbrochen. Es herrschen Not, Korruption und Gewalt. So brutal, dass Menschen ihr Zuhause verlassen. Unzählige Menschen haben sich in ihrer Hoffnungslosigkeit auf den Weg gemacht. Erstes Ziel sind nach wie vor die USA. Wer es jedoch nicht über die Mauern und Zäune schafft, bleibt in Mexiko hängen. Oft auf der Straße. Ohne Familie, ohne Geld, vielfach sogar ohne Ausweis und Aufenthaltsgenehmigung.

Die Ursachen für Migration sind vor allem:

  • Armut und wirtschaftliche Not
  • Kriminalität durch Jugendbanden
  • keine Perspektive auf ein Einkommen
  • Nachzug von Angehörigen, wenn sich ein Familienteil bereits in den USA oder Mexiko befindet
SOS-Mitarbeiter unterstützen Kinder und Familien in einem Flüchtlingscamp in Tijuana, Mexico. Foto: Alea Horst

Vor allem Kinder und junge Erwachsene sind dabei großen Risiken und Bedrohungen ausgesetzt:

  • Entführungen, Menschen- und Organhandel
  • Zwangsarbeit oder sexuelle Ausbeutung
  • Zwangsrekrutierung in kriminelle Banden
  • Gewalt jeglicher Art

Länderübergreifendes Projekt

Die SOS-Kinderdörfer haben Ende 2017 ein länderübergreifendes Projekt zum Schutz von Kindern, die sich auf der Flucht befinden, gestartet. Beteiligt sind die SOS-Kinderdörfer in Mexiko, Honduras, Nicaragua, El Salvador und Guatemala sowie lokale NGOs. Ziel ist es, die Bevölkerung als auch Behörden verstärkt für die Rechte der minderjährigen Migranten zu sensibilisieren, sowie die Situation der Kinder in den Migrationszentren zu verbessern.

Zuhören, beraten und helfen. SOS-Sozialarbeiterinnen unterstützen Frauen und Kinder in Notsituationen. Foto: Nina Ruud

Die Hilfe ist breit angelegt:

  1. Hilfe für Familien in den Migrationszentren, Unterstützung für unbegleitete Kinder und Jugendliche.
  2. Prävention durch Familienstärkung: Familien in Not werden in ihren Heimatländern dabei unterstützt, ein Einkommen und wirtschaftliche Perspektiven aufzubauen. Sie bekommen dadurch Alternativen zur Flucht aufgezeigt.
  3. Sensibilisierung an Schulen, öffentlichen Einrichtungen und in den Medien zu Themen wie Migration, Kinderrechte, gewaltfreie Konfliktlösung.

 


Helfen Sie nachhaltig!

Geben Sie Kindern, Jugendlichen und Familien die Chance auf eine bessere Zukunft. Ihre Spende wird durch öffentliche Partner vervierfacht.

 

Helfen Sie uns dabei, mehr Kindern und Familien eine Perspektive zu geben! Das Projekt wird auch vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt – Ihre Spende wirkt dabei vierfach!

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Erhalten Sie regelmäßig Informationen zu aktuellen Projekten.

Ihre Spende an die SOS-Kinderdörfer weltweit können Sie von der Steuer absetzen. Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind als eingetragene gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. (Steuernummer 143/216/80527)