Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Gemeinsam die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) erreichen

 

 

 

Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Frieden schaffen und erhalten

Krieg und Gewalt bedrohen Tag für Tag die Sicherheit unzähliger Kinder auf der ganzen Welt. Jeden Tag sterben rund 100 Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten. 2019 lag die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Konflikt fliehen mussten, mit fast 80 Millionen so hoch wie nie zuvor.

Ohne ein sicheres Umfeld und rechtsstaatlich handelnde Institutionen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, ist eine nachhaltige Entwicklung unmöglich.

Ein Leben in Sicherheit

Kinder oder Jugendliche, die Gewalt erlebt haben können später aufgrund ihrer Traumata selbst wieder zu Opfern oder Tätern werden. Speziell geschulte Mitarbeiter:innen der SOS-Kinderdörfer geben Betroffenen psychologische Unterstützung.

SOS-Ziel: Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern

Prävention gegen alle Formen von Gewalt und kriegerischer Auseinandersetzungen fördern ein friedvolles Miteinander. Kinder gehören zu den vulnerabelsten Mitgliedern der Gesellschaft und müssen besonders vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung geschützt werden. Gewalt ist ein Hauptrisikofaktor für das Zerbrechen von Familien. Zugleich sind Kinder ohne elterliche Fürsorge gefährdeter, Gewalt zu erfahren.

Projektbeispiel:

Das SOS-Haus Sahnaya in Syrien

Gewaltprävention und die psychologische Unterstützung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. In den SOS-Kinderdörfern finden bedrohte Kinder und junge Menschen den Schutz und die Geborgenheit, die sie für die Entwicklung einer starken Persönlichkeit brauchen.

In den Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer in Syrien finden Kinder wieder einen geschützten Rahmen, Geborgenheit und die Möglichkeit, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. Foto: Alea Horst

Im syrischen Bürgerkrieg, der seit 2011 andauert, und der daraus resultierenden Flüchtlingswelle sind tausende Kinder von ihren Eltern getrennt worden. Viele von ihnen sind Kriegswaisen. In Syrien haben die SOS-Kinderdörfer Übergangsheime eingerichtet, in denen bisher über 600 unbegleitete Mädchen und Jungen vorübergehend aufgenommen wurden und hier Schutz und Geborgenheit finden. Gemeinsam mit lokalen Hilfsorganisationen wird nach den Familien gesucht. Der Großteil der Kinder konnte zwischenhzeitlich wieder mit ihren Eltern, einem Elternteil oder anderen Verwandten vereint werden. Ein Teil der Kinder und Jugendliche aber bleibt elternlos und entwurzelt. Für sie wurde 2019 ein neues Zuhause und somit eine dauerhafte Betreuung im SOS-Haus in Sahnaya geschaffen. Das Haus liegt in einem Randbezirk nahe der Hauptstadt Damaskus und besteht aus sechs Wohngruppen, in denen derzeit rund 80 Kinder und Jugendliche leben. Die jungen Bewohner und Bewohnerinnen sind hochgradig traumatisiert, weil sie alles verloren haben – ihre Eltern, ihre Familie, ihr Zuhause. Das SOS-Haus Sahnaya ist ihre Chance auf ein Leben in Sicherheit. Die Kinder und Jugendliche werden therapeutisch begleitet damit sie wieder im Leben Fuß fassen können. 

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