Kapstadt: Solarheizungen für SOS-Familien

Innovative Lösung, weil Elektrizität in Südafrika Mangelware ist

Südafrika muss 52 Millionen Bürger täglich mit Strom versorgen. Seit November 2014 war das Land schon einige Male in komplette Dunkelheit getaucht und auch das neue Jahr begann mit systematischen Stromausfällen. Jedoch nicht für die Familien im SOS-Kinderdorf Kapstadt - dort sind die Häuser mit Solarheizungen ausgestattet und damit ein Stück weit unabhängig.


Freuen sich über die Solarheizungen, weil sie jetzt jederzeit sorglos baden können: Drei Schulmädchen aus dem SOS-Kinderdorf Kapstadt. Foto: SOS Archiv

Da das SOS-Kinderdorf Kapstadt in einer Mittelschicht-Nachbarschaft mitten in der Metropole liegt, hat es mit höheren Strom- und Wasserpreisen zu kämpfen als die SOS-Kollegen im restlichen Südafrika. Hinzu kommt, dass die Stadt vermehrt eine nachhaltige Umwelt anstrebt und die Einwohner auffordert auf „grüne“ Energie umzusteigen. Mit Unterstützung der Futura Stiftung aus Deutschland leistet das SOS-Kinderdorf nun auf eigene Art und Weise einen Beitrag dazu - mit eigenen Solarheizungen.

Solarenergie: Umweltfreundlich und günstig

Laut der Stadtverwaltung wird beim Heizen von Wasser  in einem  Haushalt mit mittleren bis hohen Einkommen der meiste Strom verbraucht. Mit einem Haus voller Kinder ist das die Realität jeder SOS-Kinderdorf Mutter. Doch dank den Solarheizungen sind Stromrechnungen bis zu einem Drittel niedriger als ursprünglich. „Wir sparen eine Menge an Geld, im Sommer können wir den Geysir ausschalten und den Strom benutzen, den wir aus der Solaranlage gewinnen. Aufgrund der Wetterbedingungen hier sind es fast ganze neun Monate, in denen wir den Geysir nicht verwenden. Das hilft uns sehr“,  erzählt SOS-Mutter Bongi Tshabalala. Ihre Rechnung fiel umgerechnet von 115 auf 77 Euro.

Heißes Badewannenwasser für die Kinder


Ein Haus voller Kinder - da ist warmes Wasser wichtig: Diese SOS-Geschwister profitieren von der Solarheizung im Kinderdorf. Foto: SOS Archiv

Die Kinder spielen gerne draußen auf den Straßen von Kapstadt, wo der Wind oft Staub aufwirbelt und sich auf sie legt. Doch ausgiebig baden war bisher nicht drin, denn sie hatten Angst, dass das warme Wasser nicht für alle genügt. Doch das ist jetzt anders. Der bunte Haufen in Haus 14 antwortet auf die Frage wie die Solarheizungen ihren Alltag verändert hat kollektiv: „Jetzt können wir heiß baden ohne uns Sorgen machen zu müssen, dass das heiße Wasser nicht reicht. Wir schätzen sehr, dass die Sponsoren an uns gedacht haben.“

 

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