Hilfe für IS-Opfer im Nordirak

Beistand für traumatisierte Kinder und Familien – jetzt spenden!

Sie wurden vom IS überfallen, vertrieben, geschunden. Unzählige jesidische Kinder und Frauen leben derzeit in Flüchtlingslagern im Nordirak. Was sie erlebt haben, hat sie schwer traumatisiert. Das SOS-Projekt im Flüchtlingslager Khanke will betroffenen Kindern und Familien ins Leben zurückführen und ihnen eine Zukunft geben.

 

Als die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im August 2014 die religiöse Minderheit der Jesiden in der Region Sinjar im Nordirak überfiel, mussten 200.000 Menschen fliehen. UN-Reports und Augenzeugen berichteten von Massenhinrichtungen an jesidischen Männern und Jugendlichen, die älter als 14 Jahre waren, und Frauen über 35 Jahren. Mädchen wurden systematisch vergewaltigt, entführt und als Sexsklavinnen verkauft. Jungen, schon ab einem Alter von 5 Jahren, wurden ihren Müttern weggenommen und als Kindersoldaten missbraucht.

Insgesamt wurden über 6800 Menschen offiziell als entführt gemeldet. Etwa die Hälfte ist mittlerweile schwer traumatisiert zurückgekehrt oder konnte frei gekauft werden. Doch viele Mütter warten bis zum heutigen Tag auf ihre Söhne und Männer. Unzählige Familien und besonders die Kinder haben schwere traumatische Erlebnisse hinter sich und leiden extrem darunter.

Kinder im Nordirak

Kinder brauchen unsere Hilfe!

Helfen Sie, damit Kindern im Nordirak die Gräuel von Krieg und Terror überwinden können und Familien wieder eine Chance auf eine Zukunft bekommen.

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So hilft SOS im Nordirak

Traumatherapie hilft Kindern, die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. Foto: Katharina Ebel

Damit die IS-Opfer wieder im Leben Fuß fassen können, brauchen Sie dringend Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten und selbst gegen das Trauma anzukämpfen. Die SOS-Kinderdörfer haben im Flüchtlingslager Khanke in der Nähe von Dohuk ein Hilfsprogramm gestartet. So hilft SOS durch psychologische Betreuung und berufliche Förderung:

  • Traumabehandlung von 800 Kindern und Jugendlichen: Schwer traumatisierte IS-Opfer erlernen mit Hilfe verschiedener Techniken, die Kontrolle über ihre Gedanken, Emotionen und Reaktionen wieder zu erlangen. Kinder werden über mehrere Monate intensiv betreut und begleitet.
  • Schulung lokaler Freiwilliger zu Begleitern, die Kindern wirksam helfen können, ihre schrecklichen Erlebnisse zu bewältigen.
  • Weiterbildung von 20 irakischen Psychologen für die Traumatherapie von Kindern
  • Berufsausbildung für 300 jesidische Mütter und junge Frauen: Witwen, die ihre Männer verloren haben, erhalten eine neue Perspektive. SOS unterstützt die Frauen dabei, ein Einkommen zu erwirtschaften.
  • Spieltherapeutische Aktivitäten, die Gemeinschaftsgefühl, Toleranz und Kommunikation der Kinder fördern: Eine SOS-Kita bietet Mädchen und Jungen im Flüchtlingscamp Khanke einen Ort zum Spielen und Lernen, sie können dort Normalität erfahren und Kindheit leben.
  • Lese- und Schreibkurse für Erwachsene sowie Kurse in Hygiene, Kommunikation und Wertevermittlung
  • Mobile Teams sollen künftig auch Kinder in schwer zugänglichen Gebieten erreichen und Lehrer vor Ort schulen.

Psychosoziales Pilotprojekt

Das erste Helferteam hat seine Ausbildung erfolgreich absolviert. Foto: Katharina Ebel

Im Nordirak gibt es kaum ausgebildete Psychologen. Das SOS-Projekt baut ein lokales Expertennetz auf, damit künftig noch mehr Kindern und Familien vor Ort geholfen werden kann. Die ersten 24 Mitarbeiter haben bereits erfolgreich ein Training für Traumabewältigung absolviert, um mit Kindern arbeiten zu können. Zusätzlich bilden wir 20 Psychologen speziell aus, um Einzeltherapien für Kinder und Mütter anzubieten.

Kinder und Erwachsene, die Unvorstellbares erlebt haben, brauchen Hilfe, um die Vergangenheit bewältigen zu können. Ohne Unterstützung droht im Nordirak eine verlorene Generation. Unser derzeit knapp 30-köpfiges Team hilft den Opfern des IS-Terrors – helfen Sie mit!

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Was ist das Besondere an SOS?

  • SOS hilft weit über die erste Not hinaus.
  • SOS schafft Räume und Beziehungen, in denen sich Kinder langfristig sicher fühlen. Dieses Umfeld besteht aus Familienmitgliedern, Schulen, Kitas, Begleitern und Freunden. In diesem Umfeld entwickeln sich die psychischen Widerstandskräfte (Resilienz) der Kinder.
  • Wo nötig unterstützen Psychologen und Therapeuten diese Selbstheilung: Möglichst viele "Bausteine der Geborgenheit" sind auf den Weg zu bringen.

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