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Nigeria - Übersicht 

GwagwaladaIsoloOwu-Ijebu

 

In den folgenden Jahren kamen weitere SOS-Kinderdorf-Einrichtungen insbesondere im Bereich Schul- und Berufsausbildung hinzu: ein Kindergarten, eine Grundschule und ein Berufsbildungszentrum, in dem verschiedene berufsvorbereitende Kurse angeboten werden. Der Bildungsbereich ist im bevölkerungsreichsten Land Afrikas mit seinen über 130 Millionen Einwohnern und einer Analphabetenrate von circa 43 % besonders wichtig. Nachdem die ersten Kinder aufgenommen und den SOS-Kinderdorf-Familien entwachsen waren, entstanden verschiedene Jugendwohneinrichtungen sowie Integrationsprogramme. Aufgrund der beschränkten Aufnahmekapazität des SOS-Kinderdorfes Isolo sah man 1993 die Notwendigkeit für ein zweites SOS-Kinderdorf in Nigeria. So wurde das SOS-Kinderdorf Owu-Ijebu mit 12 Familienhäusern, einer Krankenstation, einem Kindergarten und einer Grundschule errichtet.

Das Dorf liegt im Ogun State, etwa 145 km von Lagos entfernt. Im Januar 1996 konnten die ersten sechs Kinder mit ihren Müttern und dem Dorfleiter "ihr" Dorf besiedeln. 2003/2004 entstand im Stadtzentrum von Lagos ein Nachbarschaftshilfe-Projekt, welches der Bevölkerung helfen soll, ihr Leben selbst zu meistern (Erste Hilfe, Hilfe für Aids-Betroffene, Aufklärungs-/Bildungsarbeit, Frauenförderung, etc.). Ab Mitte 2004 wurden an den beiden Standorten der SOS-Kinderdörfer gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen Familienstärkungsprogramme für bedürftige Familien, vor allem von HIV/Aids Betroffene durchgeführt. Im Jänner 2006 konnte der Bau eines dritten SOS-Kinderdorfes, samt Hermann Gmeiner Schule, Kindergarten und Sozialzentrum in Gwagwalada in der Nähe der Hauptstadt Abuja in Angriff genommen werden.

Im Oktober 2007 wurde das dritte SOS-Kinderdorf besiedelt. Aufgrund der bedürftigen Nachbarschaft initiierte SOS-Kinderdorf Nigeria ein weiteres Familienstärkungs-programm. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Nigeria direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.

Zurzeit gibt es in Nigeria drei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein SOS-Berufsbildungszentrum und fünf SOS-Sozialzentren.


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