Das SOS-Kinderdorf Jorpati wurde eigens für körperlich und geistig behinderte Kinder errichtet. Die offizielle Eröffnung des Projekts fand im Jänner 1982 in Anwesenheit von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS-Kinderdörfer, statt. Jorpati liegt am Rande der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, nicht weit vom SOS-Kinderdorf Sanothimi entfernt.
Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Nepal Disabled and Blind Association, einer Organisation zur Behindertenbetreuung, durchgeführt. In der Nähe des SOS-Kinderdorfes befindet sich eine Einrichtung namens Kaghenda New Life Centre. Dort ist man auf die Betreuung und Therapie von behinderten Menschen spezialisiert. Auch die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf werden dort behandelt und unterrichtet.
Das SOS-Kinderdorf Jorpati besteht aus fünf Familienhäusern und einem weiteren Gebäude, das ein Büro und einen Therapieraum mit einem kleinen Schwimmbecken für Physiotherapie beherbergt. Die Häuser wurden behindertengerecht eingerichtet und sind rund um einen gemeinsamen Hof angelegt.
Im SOS-Kinderdorf findet Sonderunterricht für geistig behinderte Kinder statt. Einige der älteren Jungen aus dem SOS-Kinderdorf leben in der SOS-Jugendeinrichtung für Behinderte. Es handelt sich dabei um ein Mietshaus mit vier Wohnungen im Stadtzentrum von Kathmandu, wo 12 Jugendliche betreut werden können. Seit 2005 gibt es eine SOS-Jugendeinrichtung für Mädchen, die auch in einer Wohnung im Stadtzentrum untergebracht ist.