Da die Gemeinde Islice aufgrund der schlechten finanziellen Lage ihre öffentlichen Schulen und Kindergärten kaum mehr erhalten konnte, verpflichtete sich der lettische SOS-Kinderdorf-Verein die lokale Grundschule für einige Jahre finanziell zu unterstützen. Mit Hilfe dieser Zuwendung konnten sogar Computer gekauft werden - eine für das Land einzigartige Investition.
Im Oktober 2002 wurde das SOS-Kinderdorf Islice um zwei Familienhäuser erweitert, da der Bedarf nach einer familienähnlichen Langzeitunterbringung sehr hoch war.
In 2004 startete SOS-Kinderdorf Lettland Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Die dem Kinderdorf entwachsenen Jugendlichen werden seit Mitte 2006 in einer SOS-Jugendeinrichtung in Jelgava bis zu ihrer völligen Selbständigkeit betreut.
Zurzeit gibt es in Lettland zwei SOS-Kinderdörfer, einen SOS-Kindergarten, eine SOS-Jugendeinrichtung und vier SOS-Sozialzentren.
Website von SOS-Kinderdorf Lettland (verfügbar auf Lettisch, Englisch und Russisch)