SOS-Kinderdörfer: Bildung für Mädchen!

Vor 500 Tagen wurden 200 Schülerinnen in Nigeria von Boko Haram entführt

27.08.2015 - 500 Tage sind seit der Entführung von mehr als 200 Schülerinnen durch die Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria vergangen. Die SOS-Kinderdörfer fordern Nigeria und die Nachbarstaaten dazu auf, die Suche zu intensivieren: "Es muss möglich sein, die Schülerinnen endlich zu befreien. Man darf nicht zur Tagesordnung übergehen, solange die Mädchen leiden", sagte der Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit, Wilfried Vyslozil.

Holt die entführten Mädchen zurück! SOS-Mitarbeiterinnen unterstützen die Aktion #BringBackOurGirls

Die SOS-Kinderdörfer, die allein in Nigeria fünf Schulen betreiben, fordern zudem die Staatengemeinschaft auf, weltweit die Sicherheit von Schülerinnen zu gewährleisten. "Trotz Terror dürfen wir nicht nachlassen, die Investitionen in Mädchenbildung zu verstärken. Wir müssen gemeinsam jede Form der Verletzung der Rechte von Mädchen bekämpfen", erklärt Vyslozil.
 
Augenzeugen berichteten SOS-Mitarbeitern vor Ort weiterhin von Gräueltaten der Terrormiliz: Tausende Männer seien vor den Augen ihrer Frauen und Kinder getötet worden. Hunderte Frauen und Mädchen seien Opfer sexueller Übergriffe geworden. Viele Menschen flüchten mittlerweile vor dem Terror ins angrenzende Niger und nach Europa. In der nigrischen Grenzregion Diffa leisten die SOS-Kinderdörfer Nothilfe: SOS-Helfer kümmern sich um traumatisierte Flüchtlingskinder und versuchen auf der Flucht getrennte Familien wieder zusammenzuführen.

Fotostrecke: #bringbackourgirls

SOS-Jugendliche und -Mitarbeiter aus aller Welt unterstützen die #bringbackourgirls-Kampagne: