SOS-Nothilfe in Syrien: Helfer mit Kindern

Aleppo: SOS-Kinderdörfer fordern einen Stopp der Angriffe auf zivile Einrichtungen

Neues SOS-Kinderdorf in Damaskus

07.12.2016 - Die Situation der Menschen in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo wird immer verzweifelter: Die Versorgungslage ist katastrophal, Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Immer wieder werden Krankenhäuser und Schulen angegriffen, Dutzende Zivilisten, darunter auch Kinder, wurden dabei getötet. Helfer können die Stadt nur unter Einsatz ihres Lebens betreten.
Die Versorgungslage im belagerten Aleppo ist katastrophal.

Angesichts dieser Tragödie haben die SOS-Kinderdörfer die Kriegsparteien aufgefordert, umgehend die Angriffe auf zivile Einrichtungen zu stoppen und den Hilfsorganisationen sichere Zugänge in die Stadt zu öffnen. "Es geht jetzt darum, die Notleidenden mit Nahrung, Wasser, Medikamenten und anderen lebensrettenden Gütern zu versorgen", sagt Alia Al-Dalli, Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten. "Zusätzlich zur Nothilfe müssen wir aber schon jetzt damit beginnen, eine langfristige Betreuung für die Waisen, die dieser Krieg hervorbringt, aufzubauen", so Al-Dalli weiter.

Ein Zuhause für Kriegswaisen

Wie das aussehen könnte, zeigen die SOS-Kinderdörfer: Gerade entsteht ein neues SOS-Kinderdorf bei Damaskus, in dem rund 150 Kinder aus Aleppo und anderen Teilen Syriens ein neues Zuhause finden werden. Die Gegend gilt als relativ sicher. Bisher ist es dort zu keinen Kampfhandlungen gekommen.