Jorpati: Zuflucht für 1200 Erdbebenopfer

SOS-Mitarbeiter versorgen obdachlose Kinder und Familien

29.04.2015 - Im nepalesischen SOS-Kinderdorf Jorpati haben 1200 Erdbebenopfer Zuflucht gefunden. Unter den Obdachlosen sind viele Familien mit kleinen Kindern. Sie werden von Mitarbeitern, SOS-Müttern und Jugendlichen des Kinderdorfs versorgt.

Überblick: SOS-Nothilfe nach dem Erdbeben in Nepal


Versorgung mit Trinkwasser: 1200 obdachlose Erdbebenopfer haben im SOS-Kinderdorf Jorpati Zuflucht gefunden.

Hunderte flohen bereits unmittelbar nach dem Beben aufs SOS-Gelände, in den vergangenen Tagen ist die Zahl der Obdachlosen weiter angewachsen. Um die vielen Menschen aufnehmen zu können, haben SOS-Mitarbeiter 42 Zelte aufgestellt. Zudem wurden Erdbebenopfer in den Gebäuden des SOS-Kinderdorfs untergebracht. In den Familienhäusern rückten SOS-Kinder und Kinderdorf-Mütter zusammen, um Platz für die Flüchtlinge zu schaffen - besonders eng wurde es am 27.4., als aufgrund starker Regenfälle die Zelte nicht trocken blieben. Als Notquartiere dienen zudem Klassenzimmer, das Dorfleiterhaus sowie Räume für Physiotherapie: Im SOS-Kinderdorf Jorpati wachsen rund 200 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen auf. Viele der SOS-Jugendlichen helfen nun bei der Versorgung der Opfer.

Essen, medizinische Hilfe, psychologischer Beistand

Die SOS-Mütter bereiten regelmäßige Mahlzeiten für die Obdachlosen zu. Auch die Versorgung mit ausreichend Trinkwasser ist sichergestellt. Kranke und Verletzte erhalten medizinische Hilfe, traumatisierte Kinder und Erwachsene werden zudem von SOS-Mitarbeitern psychologisch betreut.
Um hunderte Obdachlose aufnehmen zu können, wurden auf dem SOS-Gelände außerdem Behelfssanitäreinrichtungen aufgestellt.

Suche nach unbegleiteten Kindern im zerstörten Sankhu

Ein SOS-Team aus Jorpati machte sich am 28.4. zudem ein Bild von der Lage in Sankhu, etwa acht Kilometer vom Dorf entfernt. Die historische Altstadt ist völlig zerstört. Die Rettungsarbeiten dauern dort an und die örtlichen Behörden raten davon ab, sich zwischen den einsturzgefährdeten Ruinen aufzuhalten. "Wir gingen in die Gefahrenzone, um nach Kindern zu suchen, die unsere Hilfe brauchen", berichtete einer der SOS-Helfer.

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