Syrien: Kinderdorf von Granaten getroffen

SOS-Kinderdorf Damaskus evakuiert - Kinder und Mitarbeiter in Sicherheit

28.09.2016 - Das SOS-Kinderdorf in Damaskus wurde von zwei Mörsergranaten getroffen. Vorausgegangen waren schwere Gefechte in der Nähe des Kinderdorfs. Kurz vor den Explosionen im Kinderdorf wurden bereits alle Kinder und Mitarbeiter rechtzeitig evakuiert. Laut der Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Mittleren Osten und Nordafrika, Alia Al-Dalli, wurde niemand verletzt.

Krieg in Syrien: Auch das SOS-Kinderdorf Damaskus
musste nun nach einem Granateneinschlag evakuiert
werden. Alle SOS-Kinder und -Mitarbeiter blieben
unverletzt.

"Wir sind alle zutiefst getroffen und schockiert. Es wird jetzt alles in unserer Macht Stehende getan, um für die Sicherheit der Kinder und SOS-Mitarbeiter zu sorgen", so Al-Dalli.

Die 156 SOS-Kinder und 46 SOS-Mitarbeiter des Kinderdorfs wurden in eine sichere Unterkunft gebracht. Die SOS-Direktorin betont, dass SOS trotz der schwierigen Situation die Nothilfe in Syrien fortsetzen wird. "Wir rufen erneut alle Konfliktparteien dazu auf, die Gewalt endgültig zu stoppen. Unser Team und zahlreiche Freiwillige werden weiter alles tun, um Kinder, junge Menschen und Mütter zu unterstützen. Es ist großartig, mit welchem Engagement unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz schwierigster Umstände Hilfe leisten."

SOS leistet Nothilfe in Syrien

Alleine in und um Aleppo versorgt SOS in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen täglich bis zu 12.000 Kinder und Erwachsene mit einer warmen Mahlzeit. Neben Nahrung und Trinkwasser verteilt SOS auch Babynahrung und bietet medizinische Hilfe. In den Übergangsheimen kümmert sich SOS um hunderte unbegleitete Flüchtlingskinder und Bürgerkriegswaisen. Dort finden die Kinder ein geschütztes und vorübergehendes Zuhause.

Schon jetzt arbeitet SOS an verschiedenen Programmen für die Zeit nach dem Bürgerkrieg, um hunderten traumatisierten Kindern eine langfristige Perspektive im Leben zu geben.