Syrien: SOS-Familien kehren zurück

06.09.2012 - In der Nachbarschaft des SOS-Kinderdorfs Damaskus schweigen die Waffen wieder. Nach der Evakuierung konnten die SOS-Kinder und ihre Kinderdorf-Mütter jetzt in ihr Zuhause zurückkehren.

Rückkehr nach Evakuierung: Familie im SOS-Kinderdorf Damaskus/Quodsaya
Endlich wieder Zuhause: SOS-Familie im Kinderdorf Damaskus/Quodsaya
Das SOS-Kinderdorf im Vorort Qodsaya war evakuiert worden, nachdem in unmittelbarer Nähe schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Einheiten aufgeflammt waren. Die 100 Kinder und ihre Kinderdorf-Mütter fanden im SOS-Büro in Damaskus Zuflucht. Das Viertel galt als sicher, doch die SOS-Familien wohnten dort unter extrem beengten Verhältnissen.

 

Die Mädchen und Jungen litten zudem sehr unter der traumatischen Erfahrung der Kämpfe und der Evakuierung. "Wann dürfen wir endlich zurück?", fragten die Kinder täglich. "Mir ist es egal, ob es gefährlich ist, ich will nach Hause, lieber sterbe ich, als hier zu bleiben!", rief ein weinender Junge - einer von vielen Ausbrüchen von Angst und Panik, bei denen die Mütter die Kinder trösten mussten.

Können die Kinder wieder zur Schule gehen?

Nachdem sich die Lage in Quodsaya beruhigt hat, sind die Mädchen und Jungen ins SOS-Kinderdorf zurückgekehrt. Noch ist jedoch fraglich, wann die Kinder wieder zur Schule gehen können. Dies hängt davon ab, wie sich die Sicherheitslage weiter entwickelt. Nach den dreimonatigen Sommerferien soll der Schulbeginn Mitte September. Alle hoffen nun, dass die Kinder dann den Unterricht besuchen können. Dies würde es denn Kindern nach dem erlittenen Trauma auch erleichtern, wieder in den Alltag zurückzufinden.

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