Vietnam und Thailand: SOS-Kinderdörfer überschwemmt

03.11.2010 - Heftige Regenfälle haben in Zentral-Vietnam und Thailand zu schweren Überschwemmungen geführt. In beiden Ländern ist jeweils ein SOS-Kinderdorf von der Katastrophe betroffen. Alle SOS-Familien und -Mitarbeiter befinden sich in Sicherheit.

 


Das SOS-Kinderdorf Nha Trang in Vietnam steht unter Wasser
Das SOS-Kinderdorf in der vietnamesischen Küstenstadt Nha Trang steht bis zu zwei Meter unter Wasser. Die 14 Familienhäuser des Kinderdorfs wurden im Erdgeschoss überflutet. Familien und Mitarbeiter halten sich im trockenen ersten Stock der einzelnen Häuser auf. Neben den Familienhäusern ist auch die Zufahrt zur Hermann-Gmeiner-Schule von den Überschwemmungen betroffen. Die Straße zur Schule ist überflutet. Die SOS-Einrichtung, die von bis zu 1000 Schülern besucht wird, musste geschlossen werden.

 

Das SOS-Kinderdorf befindet sich im Zentrum der südlich gelegenen Stadt Nha Trang. In den vergangenen Tagen fiel dort bis zu einem halben Liter Regen pro Quadratmeter. In Folge der Regenfälle kam es zu Erdrutschen und Häuser stürzten ein. Zudem sind viele Straßen unpassierbar und Strom- sowie Kommunikationsleitungen unterbrochen. Medienberichten zufolge werden die Flüsse in der Region voraussichtlich noch weiter ansteigen.


Im thailändischen SOS-Kinderdorf Hatyai wurden drei Familienhäuser überflutet
Thailand: Schwere Schäden im SOS-Kinderdorf Hatyai

Auch im thailändischen SOS-Kinderdorf Hatyai haben schwere Regenfälle Schäden verursacht. Drei der insgesamt zwölf Familienhäuser wurden überflutet und müssen aller Voraussicht nach renoviert werden. Familien und SOS-Mitarbeiter sind in Sicherheit. Die betroffenen Häuser wurden evakuiert und die Familien wohnen jetzt im Gästehaus des Kinderdorfes. Die Strom- und Kommunikationsleitungen waren zeitweise unterbrochen.

Das SOS-Kinderdorf Hatyai befindet sich etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Hatyai liegt im Süden Thailands. Berichten zufolge hat sich die Lage in der Region mittlerweile etwas beruhigt. Allerdings stehen immer noch Teile der Stadt Hatyai unter Wasser. Insgesamt sind in Thailand nahezu sechs Millionen Menschen von den schweren Unwettern betroffen.