Zwei Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer in Somaliland ermordet

22.10.2003 - Zwei britische Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer in Somaliland sind gestern morgen ermordet aufgefunden worden. Beide Opfer waren britische Staatsangehörige und haben für die SOS-Hermann-Gmeiner-Sekundarschule in Sheikh in Somaliland gearbeitet. Die Täter und das Motiv für die Tat sind unbekannt. Die SOS-Kinderdörfer in aller Welt sind schockiert und zutiefst betroffen über diesen Verlust.

Nach wie vor sind die Motive für die Tat und die Täter unbekannt. Der Präsident von Somaliland ordnete eine Untersuchung an. Das Haus wurde versiegelt, die Schule vorerst geschlossen. Nach der Tat herrscht unter Ausländern in Somaliland Angst, zumal kürzlich bereits eine italienische Entwicklungshelferin in Somaliland ermordet worden war.

Richard und Enid Eyeington waren britische Staatsbürger, die schon seit Jahren unermüdlich für die SOS-Kinderdörfer in Afrika gearbeitet haben. Der Brite war seit 1987 Vorstandsmitglied und später Nationaler Direktor der SOS-Kinderdörfer in Swasiland. Enid Eyeington setzte sich vor allem bei dem Aufbau von Hilfsprogrammen der SOS-Kinderdörfer für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke ein. Im September 2002 kam das Ehepaar in die Stadt Sheikh in Somaliland, 900 km nördlich der somalischen Hauptstadt Mogadischu.

Im Schulhof
Im Schulhof der SOS-Hermann-Gmeiner-Sekundarschule in Sheik