Angst vor erneutem Ebola-Ausbruch

In der SOS-Klinik Monrovia gibt es kein Ausruhen

Liberia ist offiziell seit Mai 2015 Ebola-frei. Die Angst, dass das gefährliche Virus wieder ausbrechen könnte, sitzt bei den meisten Menschen dennoch immer noch tief. Für sie war die Ebola-Epidemie eine Zeit voller Schrecken und Probleme. Als Ebola Anfang 2014 ausbrach rechnete niemand damit, dass sich das Ebola-Virus so schnell verbreiten würde. Alleine in Liberia starben fast 5.000 Menschen an dem Virus. Auch wenn Liberia nun als Ebola-frei gilt, gibt es für die Mitarbeiter der SOS-Klinik in Monrovia kein Ausruhen.

 

Die Arbeit in der SOS-Klinik heute

Die SOS-Klinik in Monrovia ist weiterhin rund um die Uhr geöffnet. Zwar kehrt auch hier langsam der Alltag zurück. Der Schrecken ist den Mitarbeitern aber weiterhin anzumerken. Das Tragen der Ebola-Schutzanzüge gehört weiterhin zu den Vorsichtsmaßnahmen. Besonders dann, wenn man nicht genau weiß, was den eingelieferten Patienten fehlt. Auch wenn es in Liberia keine aktuellen Ebola-Fälle gibt, ist die Zahl der Notfälle in der SOS-Klinik Monrovia stark gestiegen. Dazu gehören Krankheiten wie Typhus, Malaria oder Lungenentzündungen. Grund: Während der Ebola-Krise ist das ohnehin unzureichende liberianische Gesundheitssystem kollabiert.

Rückblick: Die SOS-Kinderdörfer während der Epidemie


Vorsichtsmaßnahme: Vor vielen Gebäuden stehen Tanks mit chloriertem Wasser zum Händewaschen.

Die Kinder und Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer mussten während der Ebola-Epidemie viele Probleme lösen. Die Mitarbeiter der SOS-Klinik in Monrovia waren im Dauereinsatz. Zwei Todesfälle verschärften die Situation für die SOS-Kinderdörfer. Im September 2014 starb zuerst eine Krankenschwester an Ebola. Daraufhin musste die SOS-Klinik für neun Tage geschlossen werden. In dieser Zeit blieben viele Patienten unversorgt. Kurz darauf starb auch eine SOS-Mutter bei einem Verwandtenbesuch außerhalb des Kinderdorfes. Der Schock saß damals tief bei allen, denn die Krankheit rückte näher. Kinderdorfleiter James Collins entschied daraufhin, das Dorf für Besucher zuschließen. Auch die SOS-Schule wurde geschlossen. Für die 15 Familien und über 100 SOS-Kinder im SOS-Kinderdorf bedeutete dies, dass sie keinen Kontakt nach außen haben durften.

Ebola-frei seit März 2015: Lage entspannt sich

Im März 2015 entspannte sich die Lage endlich. Die Schulen wurden wieder geöffnet. Doch der Alltag kehrt nur langsam wieder ein. Die Menschen haben weiterhin Angst vor Ansteckung. In den Schulen sind beispielsweise keine Berührungen und auch keine Umarmungen erlaubt. Vor vielen Gebäuden stehen Tanks mit chloriertem Wasser zum Händewaschen. Es kommt zum Glück kaum noch zu Neuansteckungen und so erklärt die Weltgesundheitsorganisation WHO Liberia im Mai 2015 für Ebola-frei.

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