Länderspiel Österreich - Deutschland: SOS-Kinderdörfer spielen die afrikanische Variante

München/Accra - „Football for Peace and Development“ nennen die SOS-Kinderdörfer ihre Fußballkampagne, die derzeit in Ghana stattfindet. 750 Kinder und Jugendliche aus drei afrikanischen Ländern haben sich im SOS-Kinderdorf Tema nahe der Hauptstadt Accra zusammengefunden. Vier Tage lang ging es nicht nur ums Kicken, es ging auch ums Wachrütteln: Spielerisch haben Trainer, Lehrer und viele Freiwillige die Kinder an Themen wie HIV/AIDS, gewaltfreies Zusammenleben, Kinderrechte, Menschenrechte und vor allem Recht auf Bildung herangeführt. Fußball ist übrigens keine Domäne der Jungs: Es ist selbstverständlich, dass alle Mannschaften mit drei Jungen und drei Mädchen auflaufen. Der Ex-Bundesligaspieler und ghanaische Volksheld Anthony Baffoe sagte als Schirmherr zu den Kindern: „Für Euch sind drei Dinge im Leben wichtig: Bildung, Bildung und Bildung!“ Dabei waren SOS-Kinderdorf-Mannschaften aus Ghana, Benin und Nigeria sowie zahlreiche Schulen aus ganz Ghana, mit denen SOS-Ghana derzeit ein Netzwerk aufbaut.

Bei diesem Projekt haben die SOS-Kinderdörfer mit mehreren NGOs zusammengearbeitet, um mit einem aussagekräftigen Netzwerk die Kinder zu erreichen. „Right to play“, „Play soccer Ghana“, „Tackle Africa“ und „Fare“ (Football against racism in Europe) platzierten ihre Anliegen in den Spielpausen. Das Interesse der ghanaischen Medien sorgte dafür, dass die Aktion “Football for Peace and Development” weit über die Grenzen des Kinderdorfes hinausgetragen wurde. Die Fußball-Legenden Abedi Pelé und Anthony Baffoe (beide Ghana) sowie Segun Odegbami (Nigeria) richteten ihre Botschaften an die Kinder.

Zahlreiche Sportartikelhersteller haben die Aktion unterstützt. Und so wagten eine SOS-Mannschaft aus Benin im deutschen Nationaltrikot und die Mannschaft der Gbanzaba Junior High School aus Tamale (Nordghana) im Trikot der Österreicher einen kleinen Ausblick auf das Länderspiel in Wien. Das Ergebnis des Spieles zeugt von salomonischer Weisheit: Es endete 0:0. Und doch gab es bei diesem Turnier 750 Sieger.

Die SOS-Kinderdörfer wollen die Veranstaltungsreihe bis zur WM 2010 in anderen afrikanischen Ländern fortsetzen.

München, 5. Februar 2008

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