Weltflüchtlingstag (20.6.): 15 Millionen Flüchtlingskinder drohen zur verlorenen Generation heranzuwachsen

München, 20.6.16 – Die Hälfte der insgesamt 30 Millionen Flüchtlingskinder weltweit kann nicht zur Schule gehen. Stattdessen müssen viele der Kinder teilweise unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten, um ihr Überleben zu sichern. Schon Sechsjährige schuften in Steinbrüchen oder Fabriken. Auch Zwangsprostitution und Kinderehen resultieren aus der Armut und Perspektivenlosigkeit, wie die SOS-Kinderdörfer weltweit mitteilen.

"Ohne Bildung haben diese Kinder keine Zukunft. Obwohl fast alle Nationen die UN-Kinderrechtskonventionen unterschrieben haben, zeigt die Flüchtlingskrise, dass zu viele Regierungen mit dem Bau von Mauern und legalen Barrieren reagiert haben, anstatt sich um die Kinder zu kümmern und ihnen ein sicheres Umfeld mit Bildungsmöglichkeiten zu geben", sagt der Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, Louay Yassin.

Die Kinder, denen durch das Verlassen ihrer Heimat, Kriegstraumata oder der Trennung von ihren Familien schon genug zugemutet werde, sollten nicht auch noch schutzlos dem Risiko ausgeliefert sein, im neuen Land ausgebeutet oder misshandelt zu werden. "Deshalb brauchen die Kinder nach der Flucht ein sicheres Umfeld, in dem sie die Möglichkeit haben, zu lernen und sich zu integrieren", erklärt Yassin. Denn die jungen Flüchtlinge seien in der Regel sehr motiviert, wollten zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen.

Weitere Informationen:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org