Nigeria: Ausbildung für Jugendliche

Neues SOS-Ausbildungsprojekt macht Jugendliche fit für landwirtschaftliche Berufe.

Keine Ausbildung – keine Arbeit. Keine Arbeit – kein Geld. Kein Geld – keine Sicherheit für die Familie. Diese deprimierende Formel gilt in Nigeria seit Jahrzehnten. Jetzt wollen die SOS-Kinderdörfer sie mit einem neuen Ausbildungsprojekt für Jugendliche endlich durchbrechen!
Nur wenn wir Jugendliche dazu befähigen, sich selbst zu helfen, werden sie zu Hoffnungsträgern der Gesellschaft, in der sie leben. Im neuen SOS-Ausbildungsprojekt erhalten künftig junge Männer und Frauen eine fundierte landwirtschaftliche Ausbildung. Fotos: Stefan Heunis

Umdenken ist angesagt in Owu Ijebu! Denn die Region im Südwesten Nigerias ist zwar traditionell landwirtschaftlich geprägt, doch moderne, ertragsversprechende Methoden kommen bislang nicht zur Anwendung. Das führt dazu, dass die Menschen von der Landwirtschaft meist nicht leben können und Jugendliche nicht in der Landwirtschaft arbeiten wollen.

Das möchten die SOS-Kinderdörfer mit ihrem neuen Ausbildungsprojekt jetzt ändern! Jungen Männern und Frauen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, sollen die Freude an der Landwirtschaft und das handwerkliche Rüstzeug für eine berufliche Laufbahn im Agrarbereich vermittelt werden. Damit es ihnen möglich ist, als Erwachsene für sich und eine Familie zu sorgen.

Das SOS-Ausbildungsprojekt im Überblick:

Bislang ist die kleine Schweinemast im SOS-Kinderdorf Owu Ijebu eher ein Hobby. Doch jetzt soll eine richtige Ausbildungsfarm mit Viehzucht und Ackerbau entstehen. Foto: Stefan Heunis
  • 15 Hektar fruchtbares Ackerland gehören zum SOS-Kinderdorf Owu Ijebu. Dieser Schatz soll jetzt genutzt und urbar gemacht werden.
  • Das Ausbildungsprojekt setzt auf Ackerbau und Viehzucht nach modernen Standards, mit gesunden Tieren und hochwertigem Saatgut, mit Landmaschinen und Expertenwissen.
  • Im SOS-Agrarinstitut werden die theoretischen Grundlagen einer modernen, mechanisierten Landwirtschaft vermittelt. Es sollen unterschiedliche Kurse angeboten werden, die von drei Monaten bis zu maximal vier Jahren dauern.
  • Behandelt und gelehrt wird die komplette Wertschöpfungskette – Produktion, Lagerung und Verpackung sowie Vermarktung und Export. Denn in all diesen Bereichen gibt es später Arbeitsplätze.
  • Auf der SOS-Ausbildungsfarm folgt der praktische Teil der Ausbildung: Es sollen Maniok, Kochbananen und Mais angebaut sowie Geflügel, Schweine, Fische gezüchtet werden. Und sogar Schnecken, die als Delikatesse hervorragend exportiert werden können.
  • Geplant sind Kooperationen mit Experten für Saatgut und Anbaumethoden, mit lokalen Universitäten und Colleges sowie mit Banken, die Kleinkredite an die Absolventen des SOS-Ausbildungsprogramms zum Aufbau ihrer beruflichen Selbstständigkeit vergeben.

Jetzt braucht es Ihre Hilfe!

Nnenna (l.) kümmert sich seit dem gewaltsamen Tod ihres Ehemanns allein um ihre fünf Kinder und wird von der SOS-Familienhilfe unterstützt. Sie freut sich auf die Chancen, die das neue SOS-Ausbildungprojekt ihren Kindern eröffnet. Foto: Stefan Heunis.

Das landwirtschafliche Ausbildungsprojekt ist zunächst für fünf Jahre geplant und so angelegt, dass es in den Folgejahren einen Teil seiner Kosten selbst erwirtschaftet. Insgesamt 1.250 Jugendliche sollen in diesem Zeitraum Kurse im SOS-Agarinstitut und auf der SOS-Ausbildungsfarm absolvieren. Junge Frauen und Mütter werden explizit gefördert, da für sie der Zugang zum Arbeitsmarkt besonders schwer ist.
So schnell wie möglich soll die Errichtung des landwirtschaftlichen SOS-Ausbildungs-projekts in Owu Ijebu losgehen – doch dafür müssen erst einmal die notwendigen finanziellen Mittel aufgebracht werden. Bitte unterstützen Sie dieses zukunftsweisende Vorhaben!

Unterstützen Sie Jugendliche bei ihrer Ausbildung!

Ihre Spende ermöglicht Jugendlichen in Nigeria eine gute Ausbildung in der Landwirtschaft, so dass sie später selbst für sich sorgen können.

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