Südsudan: Ein neues SOS-Kinderdorf

Spenden Sie für die geflohenen Kinder im Südsudan

Der Südsudan wird von einem grausamen Bürgerkrieg erschüttert. Die SOS-Kinder und Kinderdorf-Mütter mussten vor den Kämpfen aus Malakal in die Hauptstadt nach Juba fliehen. Doch auch dort hat sie jetzt die Gewalt erreicht. Die SOS-Familien brauchen ein dauerhaftes Zuhause. Das wollen wir für sie bauen - mit Ihrer Hilfe! SOS startet in Juba zudem ein Hilfsprogramm, um hunderten traumatisierten und verlassenen Kindern beizustehen. Bitte spenden Sie jetzt!
Verstört und erschöpft: Die SOS-Familien auf ihrer Flucht von Malakal nach Juba. Foto: K. Fishea

Nach der Unabhängigkeit flammte der Bürgerkrieg im Südsudan Mitte Dezember 2013 auf. Kämpfer der verfeindeten Volksgruppen verübten entsetzliche Gräueltaten an der Zivilbevölkerung.

Als die Provinzhauptstadt Malakal im Norden des Landes angegriffen wurde, musste das örtliche Kinderdorf Anfang 2014 evakuiert werden.

Nach einer dramatischen Flucht fanden die SOS-Kinder und Kinderdorf-Mütter schließlich in Juba Zuflucht. Dort zogen sie am Stadtrand in ein provisorisches Kinderdorf, das in traditioneller Lehmhüttenbauweise errichtet wurde. Doch im Juli 2016 tobten auch in der Hauptstadt heftige Gefechte. Die SOS-Kinder mussten erneut aus ihrem Zuhause fliehen. Das Dorf und seine Nachbarschaft wurden von Kämpfern vollständig geplündert. Auf ihrer Flucht wurden die SOS-Familien zudem von Bewaffneten ausgeraubt.

Das  Lehmhüttendorf, in das die SOS-Familien im August 2014 gezogen sind - und aus dem sie jetzt wieder fliehen mussten. Foto: Aregawi Kiros

Derzeit leben die SOS-Familien in Juba mit insgesamt 109 Kindern und Jugendlichen in angemieteten Häusern. Die Kinder gehen mittlerweile wieder zur Schule. In der Hauptstadt herrscht wieder eine brüchige Waffenruhe, doch in der Region kam es erneut zu Gefechten.

SOS-Hilfe für traumatisierte und verlassene Kinder

Die SOS-Mütter und -Mitarbeiter im Südsudan tun alles, damit unsere SOS-Kinder wieder Halt finden. Um auch Mädchen und Jungen in der Nachbarschaft beizustehen, starten die SOS-Kinderdörfer in Juba ein Hilfsprogramm. Dabei arbeiten wir mit anderen Kinderhilfs- und Nothilfeorganisationen im Südsudan zusammen. So hilft SOS:

  • Instandsetzung des geplünderten Lehmhütten-Kinderdorfs in Juba: Nach der Evakuierung und Plünderung müssen die Häuser des Dorfs repariert und komplett neu eingerichtet werden. Es fehlt an allem: Sämtliche Vorräte, Betten und andere Möbel, Decken, Kochutensilien, Schuluniformen, Spielsachen, die persönliche Habe der SOS-Mütter, Telefone oder Werkzeuge wurden geraubt. Das Lehmhütten-Kinderdorf soll den SOS-Familien als vorübergehende Bleibe dienen – bis sie in einem neu erbauten SOS-Kinderdorf im Südsudan ein dauerhaftes Zuhause gefunden haben.
  • Psychologische Betreuung für 500 Kinder: Fast alle SOS-Kinder sind nach der erneuten Flucht traumatisiert. Alpträume lassen sie aus dem Schlaf schrecken oder sie können sich nicht konzentrieren. SOS-Mitarbeiter betreuen die Mädchen und Jungen daher psychologisch. Die SOS-Kinderdörfer richten zudem eine Nothilfe-Kita für traumatisierte Kinder in der Nachbarschaft ein. Spieltherapien helfen ihnen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. SOS-Mitarbeiter beraten zudem Eltern, was sie tun können, damit die seelischen Wunden ihrer Kinder heilen können.
  • Beistand und Familienzusammenführung für 300 unbegleitete Kinder: Mädchen und Jungen, die im Bürgerkriegschaos von ihren Familien getrennt wurden, werden versorgt und betreut. Ziel ist es, Angehörige der Kinder ausfindig zu machen. Bei der Suche arbeitet SOS eng mit anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Unsere vertriebenen Familien im Südsudan brauchen Ihre Hilfe!

Mit Ihrer Hilfe werden wir den Kindern wieder Halt und eine Perspektive für die Zukunft geben! Foto: Till Muellenmeister

Ihre dunklen Erinnerungen an peitschende Schüsse, verzweifelte Schreie, sterbende Menschen und den plötzlichen Verlust der vertrauten Umgebung können wir den SOS-Kindern im Südsudan nicht nehmen. Der schreckliche Bürgerkrieg hat fast alles zerstört, was ihr Leben im SOS-Kinderdorf in Malakal ausgemacht hat. Die erneute Flucht aus ihrer Bleibe in Juba ließen bei den Kindern und Müttern alte Wunden wieder aufbrechen.

Doch mit Ihrer Hilfe werden wir den Kindern wieder Halt und eine Perspektive für die Zukunft geben. Sobald wie möglich werden unsere SOS-Familien ins provisorische Kinderdorf in Juba zurückkehren. Wenn es die Lage im Südsudan zulässt, werden wir für die derzeit 109 Kinder und ihre SOS-Müttern ein dauerhaftes und sicheres Zuhause zu bauen. Das mag noch eine Weile dauern. Helfen können Sie den Kindern jedoch schon jetzt - mit Ihrer Spende. Für unsere vertriebenen Familien im Südsudan brauchen wir Ihre Unterstützung!

Hilfe für Kinder im Südsudan

Schenken Sie Not leidenden Kindern im Südsudan eine Zukunft: Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer im Land - helfen Sie mit Ihrer Spende oder Patenschaft!

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