Südsudan: Ein neues SOS-Kinderdorf

Spenden Sie für die geflohenen Kinder im Südsudan

Der Südsudan wird von einem grausamen Bürgerkrieg erschüttert. Die SOS-Kinder und Kinderdorf-Mütter mussten vor den Kämpfen aus Malakal in die Hauptstadt nach Juba fliehen. Dort haben wir ein provisorisches Kinderdorf in traditioneller Lehmhüttenbauweise errichtet. Doch die SOS-Familien brauchen ein dauerhaftes Zuhause. Das wollen wir für sie bauen - mit Ihrer Hilfe! SOS leistet in Juba zudem Nothilfe, um hunderten traumatisierten und verlassenen Kindern beizustehen. Bitte spenden Sie jetzt!
Verstört und erschöpft: Nach ihrer Flucht aus dem SOS-Kinderdorf in Malakal sind Kinder und Mütter auf dem Weg nach Juba. Foto: K. Fishea

Nach der Unabhängigkeit des Südsudans eskalierte Ende 2013 der Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar. Der Bürgerkrieg forderte seither zehntausende Todesopfer. Kämpfer der verfeindeten Volksgruppen verübten entsetzliche Gräueltaten an der Zivilbevölkerung. Rund drei Millionen Menschen sind nach UN-Angaben auf der Flucht.

Flucht und neue Bleibe

Auch die SOS-Familien im Südsudan blieben von der Gewalt nicht verschont: Als die Provinzhauptstadt Malakal im Norden des Landes angegriffen wurde, musste das örtliche Kinderdorf Anfang 2014 evakuiert werden.

Nach einer dramatischen Flucht fanden SOS-Kinder und Kinderdorf-Mütter schließlich in der Hauptstadt Juba Zuflucht. Dort zogen sie am Stadtrand in ein provisorisches Kinderdorf, das in traditioneller Lehmhüttenbauweise errichtet wurde.

Kämpfe in Juba: Erneute Evakuierung und Rückkehr

Neue Bleibe: Die SOS-Familien ziehen im provisorischen Kinderdorf in Juba ein. Foto: Aregawi Kiros
 

Doch im Juli 2016 flammten auch in Juba heftige Gefechte auf. Die SOS-Familien mussten erneut aus ihrem Zuhause fliehen und wurden von Bewaffneten ausgeraubt. Das Kinderdorf und seine Nachbarschaft wurden geplündert und verwüstet.

SOS-Kinder und Kinderdorfmütter fanden zunächst bei der UN Zuflucht und kamen dann in angemieteten Häusern in einem sicheren Stadtteil von Juba unter. Als sich die Sicherheitslage in der Region beruhigt hatte, konnte das Lehmhüttenkinderdorf instandgesetzt werden: Im Januar 2017 sind die SOS-Familien in ihr Zuhause zurückgekehrt.

SOS-Hilfe für traumatisierte und verlassene Kinder

Die SOS-Mütter und -Mitarbeiter im Südsudan tun alles, damit unsere SOS-Kinder wieder Halt finden. Um auch Mädchen und Jungen in Jubas Bevölkerung beizustehen, starteten die SOS-Kinderdörfer unmittelbar nach den Kämpfen im Juli 2016 ein Hilfsprogramm. So hilft SOS:

  • Psychologische Betreuung für 500 Kinder: Fast alle SOS-Kinder sind nach der erneuten Flucht traumatisiert. Alpträume lassen sie aus dem Schlaf schrecken oder sie können sich nicht konzentrieren. SOS-Mitarbeiter betreuen die Mädchen und Jungen daher psychologisch. In einer Nothilfe-Kita erhalten zudem auch traumatisierte Kinder aus der Bevölkerung psychosozialen Beistand. Spieltherapien helfen den Mädchen und Jungen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. SOS-Mitarbeiter beraten zudem Eltern, damit die seelischen Wunden ihrer Kinder besser heilen können.
  • Beistand und Familienzusammenführung für 300 unbegleitete Kinder: Mädchen und Jungen, die im Bürgerkriegschaos von ihren Familien getrennt wurden, werden versorgt und betreut. Ziel ist es, Angehörige der Kinder ausfindig zu machen. Bei der Suche arbeitet SOS eng mit anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Unsere vertriebenen Familien im Südsudan brauchen Ihre Hilfe!

Mit Ihrer Hilfe werden wir den Kindern wieder Halt und eine Perspektive für die Zukunft geben! Foto: Till Muellenmeister

Ihre dunklen Erinnerungen an peitschende Schüsse, verzweifelte Schreie, sterbende Menschen und den plötzlichen Verlust der vertrauten Umgebung können wir den SOS-Kindern im Südsudan nicht nehmen. Der schreckliche Bürgerkrieg hat fast alles zerstört, was ihr Leben im SOS-Kinderdorf in Malakal ausgemacht hat. Die erneute Flucht aus ihrer Bleibe in Juba ließen bei den Kindern und Müttern alte Wunden wieder aufbrechen.

Doch mit Ihrer Hilfe werden wir den Kindern wieder Halt und eine Perspektive für die Zukunft geben. Der erste Schritt ist getan: Die SOS-Familien sind in das Lehmhütten-Kinderdorf in Juba zurückgekehrt, das nach der Plünderung instand gesetzt und komplett neu eingerichtet werden musste. "Kinder, Mütter und Mitarbeiter sind glücklich, wieder im SOS-Kinderdorf zu sein", berichtet Alberto Fait, unser SOS-Projektkoordinator im Südsudan.

Das Lehmhütten-Kinderdorf soll den SOS-Familien als vorübergehende Bleibe dienen: Sobald es die Lage im Südsudan zulässt, werden wir für die über 100 SOS-Kinder und ihre SOS-Mütter ein neues, dauerhaftes SOS-Kinderdorf bauen. Helfen können Sie den Kindern bereits jetzt - mit Ihrer Spende. Für unsere vertriebenen Familien im Südsudan brauchen wir Ihre Unterstützung!

Hilfe für Kinder im Südsudan

Schenken Sie Not leidenden Kindern im Südsudan eine Zukunft: Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer im Land - helfen Sie mit Ihrer Spende oder Patenschaft!

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