SOS-Kinderdorf Nelspruit

 SOS-Kinderdorf ist seit 1982 in Südafrika und seit 2003 in Nelspruit tätig. Unsere Arbeit begann mit der Unterstützung von Familien, die von HIV/AIDS betroffen sind. Seit dem Jahr 2004 können Kinder ohne elterliche Fürsorge in einer der SOS-Familien ein liebevolles Zuhause finden.

Große Unterschiede zwischen verschiedenen Gemeinden


Posieren für die Kamera (Foto: J. Lugtigheid)
Die Stadt Nelspruit liegt in der östlichsten Provinz Südafrikas, Mpumalanga, und hat etwa 95 000 Einwohner. Die Bevölkerungszahl ist in der jüngsten Vergangenheit gestiegen. Das Kinderdorf liegt in Kamagugu, einem Township etwa acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die meisten Familien in der Gemeinde leben in Armut.

Die Menschen in der Region leben hauptsächlich von der Erzeugung und Verarbeitung von Früchten. Der Bergbau und das verarbeitende Gewerbe - vor allem Papierindustrie und Forstwirtschaft - sind ebenfalls wichtige Quellen für Einkommen und Beschäftigung. Das Gebiet ist unter anderem wegen seiner Nähe zum Kruger-Nationalpark ein beliebtes Ziel für Touristen.

Nelspruit ist durch enorme Ungleichheiten gekennzeichnet. Das Stadtzentrum ist wohlhabend und hochentwickelt. Im Gegensatz dazu findet man in den Außenbezirken viele Townships mit einer schlechten Infrastruktur und hohen Arbeitslosen-, Analphabeten- und Armutsraten. In diesen Vororten ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung und zum Bildungssystem sehr begrenzt.
Die Provinz Mpumalanga weist die zweithöchste HIV/AIDS-Prävalenzrate im ganzen Land auf. Jüngsten Schätzungen zufolge ist über ein Drittel der Bevölkerung betroffen. Viele Menschen sind gleichzeitig mit HIV und Tuberkulose infiziert. Die Beschaffung und Bereitstellung von Medikamenten stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Die Krankheit hat verheerende Folgen für das Leben der Kinder. Wenn ihre Eltern nicht mehr arbeiten können, sind Kinder gezwungen, Geld für sich und die Familie aufzutreiben. Infolgedessen können sie nicht zur Schule gehen und haben keine Chance auf Bildung. Viele müssen Kinderarbeit verrichten und werden Opfer von Missbrauch und Ausbeutung.

Familien unterstützen, die von HIV/AIDS betroffen sind

Nelspruit war der siebte Standort in Südafrika, an dem wir unsere Tätigkeit aufnahmen. Die lokalen Behörden kämpften mit der steigenden Zahl kindergeführter Haushalte; daher wurde der Beginn der Arbeit von SOS-Kinderdorf in der Region sehr begrüßt. Unsere Organisation unterstützt notleidende Familien in der Gemeinde, der SOS-Kindergarten kann auch von der lokalen Bevölkerung genutzt werden, und Kinder ohne elterliche Fürsorge finden in den SOS-Familien ein liebevolles Zuhause.

Unsere Arbeit in Nelspruit


SOS-Mutter und Sohn (Foto: J. Lugtigheid)
SOS-Kinderdorf arbeitet sehr eng mit den Familien in Kamagugu zusammen. Wir helfen gefährdeten Haushalten, um sie vor der Zerrüttung zu bewahren. In Nelspruit liegt das Hauptaugenmerk auf der Unterstützung von Kindern und Familien, die an HIV/AIDS leiden. Seit dem Jahr 2003 koordiniert das SOS-Sozialzentrum die gemeindebasierte Kinderbetreuung und Unterstützung für Familien mit HIV/AIDS. Im Rahmen von regelmäßig aktualisierten Studien werden die Bedürfnisse der Familien ermittelt. Das Angebot umfasst regelmäßige Besuche bei den Familien, um das geistige und körperliche Wohl sowie die Bildung der Kinder sicherzustellen, Rechtsbeistand und materielle Unterstützung, Beratungsdienste, Hilfe bei Projekten zur Einkommensförderung, Aus- und Weiterbildung von freiwilligen Gemeindehelfern und Schulungen für Pflegeeltern. Daneben führt das Programm auch Aufklärungskampagnen zur Prävention von HIV/AIDS durch.

Kinder ohne elterliche Fürsorge können in einer der 10 SOS-Familien, in denen bis zu 100 Kinder von SOS-Müttern betreut werden, ein liebevolles Zuhause finden. Die Kinder wachsen in einer liebevollen Umgebung voller Respekt und Sicherheit auf.

Kleine Kinder können den SOS- Kindergarten besuchen, in dem bis zu 50 Kinder sowohl aus dem SOS-Kinderdorf als auch aus der umliegenden Gemeinde einen Platz finden. Das Angebot der Tagesbetreuung wird besonders von den Eltern geschätzt, die arbeiten oder an Bildungsmaßnahmen teilnehmen.
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