SOS-Kinderdorf Santa Rosa de Copán

Viele Kinder im Distrikt Copán müssen ihre Eltern finanziell unterstützen und haben daher keine Chance auf eine angemessene Bildung. Aufgrund des hohen Armutsniveaus leiden sie an Mangelernährung, Krankheiten und der schlechten öffentlichen Gesundheitsversorgung. Im SOS-Kinderdorf Santa Rosa de Copán setzen wir uns für die Verbesserung der Lebensbedingungen notleidender Kinder und junger Menschen in der Region ein.

Extreme Armut bedroht die Kinder von Copán


Freundinnen vor dem SOS-Kinderdorf Santa Rosa de Copán (Foto: S. Preisch)

Santa Rosa de Copán liegt im Nordwesten von Honduras und ist die Hauptstadt des Distrikts Copán. Das SOS-Kinderdorf Santa Rosa de Copán liegt vor den Toren der Stadt. Die Wirtschaft der Region basiert auf der Viehzucht sowie dem Anbau von Kaffee, Tabak und Tee. Nirgendwo sonst in Honduras leidet die Bevölkerung mehr an Armut und den prekären sozioökonomischen Bedingungen als in dieser Gegend. Viele Kinder in Copán leben in menschenunwürdigen Behausungen, haben nicht genügend Nahrung und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

Nur sechs von zehn Bewohnern von Santa Rosa de Copán werden medizinisch betreut, die Hälfte aller Kinder ist unterernährt. In den ländlichen Regionen von Copán sind nur sieben Prozent der Bevölkerung an die Stromversorgung angeschlossen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Kinder und Jugendliche, die in Armut und schwierigen Verhältnissen aufwachsen, leicht von organisierten Banden, die „Maras“ genannt werden, rekrutiert werden können. Gehört ein Kind einmal den Maras an, ist es häufig in einem Teufelskreis aus Gewalt, Drogen und Verbrechen gefangen, den es auch als Erwachsener nur schwer durchbrechen kann.

Zahlreiche Kinder in Santa Rosa leben in erdrückender Armut und können weder lesen noch schreiben

In Santa Rosa de Copán ist der Mangel an Bildung besorgniserregend. Die überdurchschnittlich hohe Rate der Schulabbrecher in der Gemeinde beruht auf der Tatsache, dass viele Kinder ihre Eltern finanziell unterstützen und arbeiten müssen, um das Familieneinkommen aufzubessern. Folglich ist die Einschulungsrate von Mädchen und Jungen sehr niedrig.

Die prekären sozioökonomischen Lebensumstände vieler Familien in Santa Rosa de Copán erklären zum Teil die sehr geringe Anzahl von SchülerInnen, die es bis zum Abitur schaffen. Das Departement Copán hat eine extrem hohe Analphabetenrate von 68 Prozent. Angesichts dieser Umstände beschloss unsere Organisation den Bau eines SOS-Kinderdorfs in Santa Rosa de Copán, in dem notleidende Kinder aus den Provinzen Santa Barbara, Ocotepeque, Copán und Lempira Unterstützung erhalten.

Unsere Arbeit in Santa Rosa de Copán


Kleiner Junge lächelt in die Kamera (Foto: S. Preisch)

Unsere Organisation leistet den Menschen in Santa Rosa de Copán und Umgebung Hilfe und Unterstützung. Das SOS-Kinderdorf Santa Rosa de Copán liegt in einem Außenbezirk der Stadt.

Derzeit umfasst es 16 Familienhäuser, in denen Kinder von SOS-Müttern in einem liebevollen Zuhause betreut werden. Seit dem Jahr 2006 unterstützen wir Kinder und Jugendliche in Santa Rosa de Copán. Das Kinderdorf wurde 2007 offiziell eröffnet. SOS-Kinderdorf unterstützt auch Programme des honduranischen Arbeitsministeriums zur Bekämpfung der Kinderarbeit in Santa Rosa de Copán.
 

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