SOS Kinderdorf Pleiku

SOS-Kinderdorf ist seit Ende der 1960er Jahre in Vietnam tätig. Aufgrund der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in dieser zentralen Provinz baten uns lokale Behörden darum, notdürftige Kinder hier zu unterstützen.

Das Leben der Kinder wird aufgrund wirtschaftlicher und sozialer Änderungen zunehmend schwerer 

Ein allgemeiner Blick auf das Gebiet, in dem das SOS-Kinderdorf steht (Foto: SOS-Archiv)
Kinder essen Mittagessen zusammen in ihrem SOS-Familienhaus (Foto: SOS-Archiv).

Pleiku ist die Hauptstadt der Provinz Gia Lai und liegt im zentralen Hochland von Vietnam. Die Provinz hat eine ethnisch gemischte Bevölkerungsanzahl von ca. 1,3 Mio. Menschen.


Gia Lai zählt zu den ärmsten Provinzen des Landes. Die meisten Menschen leben im ländlichen Raum. Die Menschen bauen Tee, Kaffee und Kautschuk an oder arbeiten in der Forstwirtschaft.

So wie in vielen ländlichen Gebieten Vietnams kämpfen viele ums Überleben. Das Gebiet wird häufig von Naturkatastrophen heimgesucht, die bei der lokalen Bevölkerung großes Leid verursachen. Menschen mit begrenztem Einkommen und Ressourcen sind von diesen Naturkatastrophen stark betroffen und es ist schwer für sie, sich von den Zerstörungen zu erholen.

Viele Menschen haben weder ein regelmäßiges Einkommen noch die Möglichkeit, woanders hinzugehen und nach Arbeit zu suchen, damit sie für ihre Familien sorgen können. Wenn ein Elternteil weggeht, kommen Kinder meist in die Obhut der Großeltern oder anderer Familienmitglieder. Wenn Verwandte sie nicht mit dem versorgen können, was sie brauchen, leidet die emotionale und körperliche Entwicklung der Kinder.

Es herrscht wachsende Sorge um jene Kinder, die die Schule verlassen, um arbeiten zu gehen. Die Anzahl der Kinder, die auf der Straße leben ist ebenso im Steigen begriffen. Sie sind ganz besonders gefährdet. Sie haben niemanden, der sie vor Ausbeutung durch kriminelle Banden schützt, die sie häufig dazu zwingen in illegalen Betrieben oder in der Sexindustrie zu arbeiten.

Die HIV/AIDS Rate steigt in diesem Gebiet an. Menschen mit HIV/AIDS werden oft diskriminiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Viele entscheiden sich, ihre Krankheit zu verschweigen. Das bedeutet aber, dass sie keine Möglichkeit haben, die notwendige Behandlung zu erhalten.

Eine klare Notwendigkeit, Kindern ein liebevolles Zuhause zu ermöglichen 

Trotz der Bemühungen durch die Gemeinden und der Unterstützung durch die Regierung brauchen immer mehr Kinder in der Provinz Unterstützung. Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation hat es für die Regierung schwer gemacht, für alle notdürftigen Kinder zu sorgen.

SOS-Kinderdorf ist in Vietnam gut etabliert und deshalb haben wir uns entschlossen, mit gefährdeten Kindern in Pleiku zu arbeiten. Die Behörden haben SOS-Kinderdorf ein Stück Land gespendet wo Familienhäuser und ein Kindergarten gebaut werden. 

Unsere Arbeit in Pleiku

Hier finden Kinder künftig ein liebevolles Zuhause (Foto: SOS-Archiv)
Nach dem Besuch der örtlichen Schule macht ein kleiner Junge in unserer Obhut seine Hausaufgaben (Foto: SOS-Archiv)
Wenn Kinder nicht länger bei ihren Familien leben können, so können sie im SOS-Kinderdorf ein liebevolles Zuhause mit ihren SOS-Geschwistern und ihrer SOS-Kinderdorf-Mutter finden. Es gibt dort 12 SOS-Kinderdorf-Familien, in denen für 120 Kinder gesorgt wird. Jedes Kind verfügt über einen eigenen „Entwicklungsplan“, der in Absprache mit der SOS-Kinderdorf-Mutter erstellt wird.

Kleine Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und aus lokalen Familien besuchen den SOS-Kindergarten. Qualifizierte MitarbeiterInnen betreuen dort bis zu 180 Kinder. Die Möglichkeit der Ganztagesbetreuung wird insbesondere von den berufstätigen Eltern geschätzt, da sie ihre Kinder in guter Obhut wissen. Den Kindern kommt eine gute Vorschulerziehung zugute.

 

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