Am Rande eines Flusses, in einem kleinen Dorf bei Khulna in Bangladesch lebt Mukty mit ihrer Familie. Ihr Mann Kongkon arbeitet als Fischer, jahrelang war er der Alleinverdiener. Doch dann veränderte die Klimakrise alles: Mit jeder Saison fing er weniger Fische. Das Einkommen reichte nicht mehr aus, um die Familie zu ernähren.
"Noch vor einem Jahr war der Fluss nur hundert Meter von unserem Haus entfernt."
Kongkon
Ehemann von Mukty
Die Familie musste zusehen, wie das Wasser ihr Zuhause mitriss. Diese Katastrophe stellte ihr Leben völlig auf den Kopf: Sie standen plötzlich vor dem Nichts. An Schulbildung für die Kinder war in dieser Notlage nicht zu denken.
"Noch vor einem Jahr war der Fluss nur hundert Meter von unserem Haus entfernt."
Kongkon
Ehemann von Mukty
Die Familie musste zusehen, wie das Wasser ihr Zuhause mitriss. Diese Katastrophe stellte ihr Leben völlig auf den Kopf: Sie standen plötzlich vor dem Nichts. An Schulbildung für die Kinder war in dieser Notlage nicht zu denken.
Ein Neuanfang mit Hühnerstall
In dieser schwierigen Zeit wurden die SOS-Kinderdörfer auf die Familie aufmerksam. Durch das Familienstärkungsprogramm erhielt Mukty eine Schulung in Hühnerhaltung – und 50 Küken als Startkapital.
Ein Neuanfang mit Hühnerstall
In dieser schwierigen Zeit wurden die SOS-Kinderdörfer auf die Familie aufmerksam. Durch das Familienstärkungsprogramm erhielt Mukty eine Schulung in Hühnerhaltung – und 50 Küken als Startkapital.
"Ich zog sie mit Sorgfalt auf, gab ihnen Medizin und baute einen kleinen Hühnerstall."
Mukty
Unternehmerin und Mutter
Schon bald sprach sich die Qualität ihrer Arbeit herum: "Einer aus der Nähe nahm 100 Eier, 99 davon sind geschlüpft", berichtet sie und lacht. Mit ihrer kleinen Farm verdient Mukty nun ihr eigenes Geld und trägt zum Familieneinkommen bei. Ein Erfolg, der ihr neue Stärke gegeben hat.
"Ich zog sie mit Sorgfalt auf, gab ihnen Medizin und baute einen kleinen Hühnerstall."
Mukty
Unternehmerin und Mutter
Schon bald sprach sich die Qualität ihrer Arbeit herum: "Einer aus der Nähe nahm 100 Eier, 99 davon sind geschlüpft", berichtet sie und lacht. Mit ihrer kleinen Farm verdient Mukty nun ihr eigenes Geld und trägt zum Familieneinkommen bei. Ein Erfolg, der ihr neue Stärke gegeben hat.
Selbstbestimmt
in die Zukunft
Durch die Unterstützung der SOS-Kinderdörfer hat Mukty vor allem eines gewonnen: Selbstvertrauen. "Früher hat niemand auf meine Meinung gehört. Aber jetzt, da ich zum Familieneinkommen beitrage, wird meine Stimme ernst genommen", erzählt sie voller Stolz. Für ihren Mut, die Lebenssituation ihrer Familie aus eigener Kraft zu verändern, erhält sie in ihrer Gemeinde viel Anerkennung. Heute sieht sich Mukty als Vorbild – für ihre Töchter und für andere Frauen in ihrem Dorf.
"Empowerment bedeutet für mich, gehört und wertgeschätzt zu werden."
Mukty
"Ich habe gelernt, dass ich als Frau das Recht habe, unabhängig
zu sein."
Mukty
"Empowerment bedeutet für mich, gehört und wertgeschätzt zu werden."
Mukty
"Ich habe gelernt, dass ich als Frau das Recht habe, unabhängig zu sein."
Mukty
Eine bessere Zukunft für ihre Töchter
Die finanzielle Stabilität veränderte das Leben der Familie spürbar. Heute kann Mukty ihre Töchter aus eigner Kraft unterstützen – auch die SOS-Kinderdörfer helfen mit Nachhilfe und Schulbildung. "Ich will, dass meine Töchter ein unabhängiges und erfolgreiches Leben führen – anders, als ich es hatte."
Ihre ältere Tochter träumt davon, professionelle Fußballspielerin zu werden. "Sie spielt wirklich gut und ich unterstütze sie dabei bedingungslos", sagt Mukty. Auch die jüngere Tochter lernt ehrgeizig und Mukty fördert ihre Entwicklung.
Gemeinsam gegen
den Strom
Doch die Bedrohung durch die Klimakrise bleibt. In Khulna sind Überschwemmung und Erosion allgegenwärtig – der Fluss verschlingt jedes Jahr mehr Land.
Daher hat Muktys Familie ein kleines Grundstück weiter vom Fluss entfernt gekauft, nur dort sind sie sicher vor den Fluten: "Wir müssen dorthin ziehen, es bleibt uns keine andere Wahl", berichtet Kongkon.
Daher hat Muktys Familie ein kleines Grundstück weiter vom Fluss entfernt gekauft, nur dort sind sie sicher vor den Fluten: "Wir müssen dorthin ziehen, es bleibt uns keine andere Wahl", berichtet Kongkon.
Auch andere Familien kämpfen ums Überleben
Viele Menschen müssen ihre Häuser verlassen. In Workshops der SOS-Kinderdörfer lernen sie mehr über die Ursachen und Folgen der Klimakrise und darüber, wie sie ihre Häuser und Felder besser schützen können. Die Community unterstützt sich gegenseitig, teilt Wissen und sucht gemeinsam nach Lösungen, um die Zukunft ihrer Kinder zu sichern. Denn zusammen – so sind sich alle einig – sind sie stärker als die Kraft des Flusses.
"Klimamigration ist eines der größten Probleme in der Region."
Tanvir Ahmed
Koordinator der SOS-Kinderdörfer
Auch andere Familien kämpfen ums Überleben
Viele Menschen müssen ihre Häuser verlassen. In Workshops der SOS-Kinderdörfer lernen sie mehr über die Ursachen und Folgen der Klimakrise und darüber, wie sie ihre Häuser und Felder besser schützen können. Die Community unterstützt sich gegenseitig, teilt Wissen und sucht gemeinsam nach Lösungen, um die Zukunft ihrer Kinder zu sichern. Denn zusammen – so sind sich alle einig – sind sie stärker als die Kraft des Flusses.
"Klimamigration ist eines der größten Probleme in der Region."
Tanvir Ahmed
Koordinator der SOS-Kinderdörfer
Eine Familie, die zusammenhält
Für Mukty ist ihre Familie das Wertvollste im Leben. "Ihr Lächeln gibt mir die Kraft, jeden Tag weiterzumachen", sagt sie. Das gemeinsame Abendessen ist für Mukty der schönste Moment des Tages. Dann weiß sie: Niemand hat Sorgen im Kopf, alle sind zufrieden und für einen Augenblick ist die Welt in Ordnung.
"Wenn ich meine Familie lachen sehe, dann fühle ich Freude."
Mukty
"Wenn ich meine Familie lachen sehe, dann fühle ich Freude."
Mukty
Mehr über Muktys Geschichte erfährst du im Video.
Viel Spaß beim Anschauen.
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du im Video.
Viel Spaß beim Anschauen.



