Aktuelle Infos und Hintergründe über die SOS-Kinderdörfer.
Das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Weltweit aktiv in 133 Ländern: SOS ist vor Ort!
Entdecken Sie, wie Sie Kindern in Not helfen können!
Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen: Unsere Freunde & Partner.
Hauptstadt: DschibutiFläche: 23.200 km²Bevölkerungszahl: 757.074 (Schätzung Juli 2011)Bevölkerungsgruppen: Somali, Afar, andere (Franzosen, Araber, Äthiopier, Italiener)Amtssprache(n): Französisch, ArabischReligion(en): Islam, ChristenWährung: 1 Dschibuti-Franc = 100 Centimes
1977 wurde das französische Territorium der Afars und der Issas zur Präsidialrepublik Dschibuti. Während der Neunzigerjahre führten Unruhen der Afar-Minderheit zu einem Bürgerkrieg. Dieser konnte 2001 durch eine Friedensvereinbarung zwischen dem Anführer und der vorherrschenden Issa-Regierung beendet werden.
Zwei Drittel der Einwohner Dschibutis leben in der Hauptstadt. Durch seine Lage am Roten Meer ist Dschibuti ein wichtiger Umschlagplatz für Waren aus den ostafrikanischen Hochländern. Dschibutis Wirtschaft stützt sich vor allem auf den Dienstleistungsbereich. Aufgrund des geringen Niederschlags müssen die meisten Nahrungsmittel importiert werden. Die Kinder von Dschibuti sind im Wesentlichen von fehlender medizinischer sowie rechtlicher Betreuung, Kinderprostitution, Kinderhandel und HIV/AIDS bedroht. Der Mangel an Wasser, die fehlende Immunisierung und die schlechten hygienischen Bedingungen sind häufige Ursachen für die Erkrankungen und das Sterben der Kinder.
Im April 2010 wurde der Bau eines SOS-Kinderdorfes in Dschibuti beschlossen. Dieses Bauprojekt soll aus Mitteln des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert werden.
Zurzeit gibt es in Djschibuti noch keine SOS-Einrichtung. Die im folgenden Text beschriebenen Einrichtungen werden errichtet:
SOS Kinderdorf TadjourahDie Zielgruppe sind Kinder, die die elterliche Fürsorge verloren haben und keine langfristige Familienbetreuung haben. In Tadjourah wachsen 11% der 5.216 Kinder unter 14 Jahren ohne elterliche Fürsorge auf.
Aufgenommen werden Kinder, die beide leiblichen Eltern verloren haben und keine erweiterte Familie (Verwandte) mehr haben. Insgesamt werden bis zum Ende des zweiten Jahres nach Programmstart 100 Kinder in SOS-Familien aufgenommen. Zusätzlich werden für die Gemeinde ein großer öffentlicher Spielplatz und ein multifunktionaler Sportplatz errichtet, dadurch erhalten die Kinder und Jugendlichen der Umgebung die Möglichkeit, ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessen. Die Kinder und Jugendlichen des SOS-Kinderdorfes können die Anlage ebenfalls benutzen.Der Spielplatz soll für Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren gebaut werden. Mit der detaillierten Planung soll nach Inbetriebnahme des Dorfes begonnen werden, um die Kinder und Jugendlichen in den Planungsprozess miteinbeziehen zu können.
Familienstärkungsprogramm TadjourahZiel des Programms ist es, Kinder vor Kinderarbeit und dem Verlust der Obhut ihrer Familie zu schützen. Die Herkunftsfamilien und die Kapazität der Gemeinde, die Entwicklung des Kindes zu fördern, sollen gestärkt werden.
SOS-Kindergarten TadjourahZiel dieses Programms ist es, einen verbesserten Zugang zu qualitativ hochwertiger frühkindlicher Erziehung für die Kinder zu schaffen. Neben dieser zentralen Rolle bietet der SOS-Kindergarten nahrhafte Mahlzeiten, medizinische Grundversorgung, psychosoziale Unterstützung sowie Spielmöglichkeiten.In Zusammenarbeit mit dem Ministerium soll der Kindergarten auch als Ausbildungszentrum für angehende KindergärtnerInnen genutzt werden.